Kampfjet aus Russland bedrängt britisches Aufklärungsflugzeug bis auf wenige Meter

vor 2 Stunden 1

Zwei russische Kampfjets haben britischen Angaben zufolge im vergangenen Monat über dem Schwarzen Meer ein britisches Aufklärungsflugzeug »mehrfach und gefährlich« abgefangen.

»Dieser Vorfall ist ein weiteres Beispiel für das gefährliche und inakzeptable Verhalten russischer Piloten gegenüber einem unbewaffneten Flugzeug, das im internationalen Luftraum operiert«, sagte der britische Verteidigungsminister John Healey laut einer Erklärung seines Ministeriums am Mittwoch. Der Vorfall stelle ein ernsthaftes Risiko für Unfälle und eine Eskalation dar, fügte Healey hinzu.

Der russische Jet vom Typ Su-27 hatte den Angaben zufolge im vergangenen Monat ein Flugzeug vom Typ Rivet Joint der Royal Air Force abgefangen. Dabei sei die Su-27 zeitweise bis auf sechs Meter an die Nase des britischen Flugzeugs herangekommen, erklärte das Verteidigungsministerium weiter.

Das Aufklärungsflugzeug führte demnach einen Routineflug in internationalem Luftraum als Teil eines Einsatzes Großbritanniens und seiner Verbündeten zur Sicherung der Nato-Ostflanke aus. Die Besatzung habe »die Ruhe bewahrt« und ihre Mission erfolgreich ausgeführt.

Weiterer Zwischenfall, ebenfalls im April

Den Beamten zufolge handelt es sich um den gefährlichsten Vorfall mit einem britischen Rivet Joint-Flugzeug seit 2022. Damals hatte ein russisches Flugzeug in derselben Region in der Nähe eines britischen Flugzeugs eine Rakete abgefeuert.

In einem weiteren Fall, ebenfalls Mitte April, habe sich eine Su-35 einer britischen Rivet Joint derart angenähert, dass in dem britischen Flugzeug das Notfallsystem ausgelöst wurde, wie der »Guardian« berichtet . Aus den Angaben geht nicht eindeutig hervor, ob es sich in beide Fällen um dieselbe britische Maschine gehandelt hat.

Die Beziehungen zwischen Großbritannien und Russland hatten mit dem Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine einen neuen Tiefpunkt erreicht. Wiederholt wurden in den vergangenen Jahren wegen Spionagevorwürfen gegenseitig Diplomaten ausgewiesen.

Gesamten Artikel lesen