Juli Zeh als Bundespräsidentin: Schriftstellerin kann sich Amt vorstellen

vor 3 Tage 4

Die Schriftstellerin Juli Zeh, 51, schließt nicht aus, sich als Bundespräsidentin zur Wahl zu stellen. »Inzwischen kann ich es mir tatsächlich irgendwann einmal vorstellen«, sagt sie der »Zeit«. »Aber nicht jetzt, weil ich das mit der Doppelbelastung aus Beruf und Familie nicht in Einklang bringen könnte.«

Bislang sei Zeh nicht offiziell gefragt worden, ob sie kandidieren wolle. Aber sie sagt: Die Menschen sehnten sich nach einer Person, die nicht so auftritt und spricht, wie es für den Politikbetrieb typisch sei. Und nach jemandem, der sich nicht eindeutig einem Lager zuordnen lässt. »Da könnte ich vom Persönlichkeitsprofil ganz gut reinpassen«, so Zeh.

Zeh änderte ihre Meinung

Sollte sie sich irgendwann als Bundespräsidentin einbringen, wären ihre Themen Bildung, das Gesundheitssystem und Mobilität jenseits des Autos. »Wir müssen dafür sorgen, dass in unserem Land ein Aufstiegsversprechen gilt, also ein Versprechen auf Chancengleichheit«, sagte sie.

Zehs Name kursiert regelmäßig, wenn es um eine mögliche Nachfolge für Frank-Walter Steinmeier geht. Vor einigen Jahren hatte sie auf die Frage nach einer Bundespräsidentschaft noch geantwortet, sie wäre »eine komplette Fehlbesetzung für ein politisches Amt«.

Die Wahl des nächsten Bundespräsidenten oder der nächsten Bundespräsidentin ist nach SPIEGEL-Informationen für den 30. Januar 2027 geplant. In der Regierung vertreten viele die Meinung, es sei nach zwölf Männern an der Staatsspitze Zeit für eine Frau.

Gesamten Artikel lesen