Jesse Jackson: US-Bürgerrechtsaktivist im Alter von 84 Jahren gestorben

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In einer Erklärung seiner Familie heißt es, der langjährige Bürgerrechtsaktivist sei friedlich verstorben. Im vergangenen November war Jackson mit der Diagnose Progressive Supranukleären Blickparese (PSP), einer schweren degenerativen und unheilbaren Nervenerkrankung, in eine Klinik eingeliefert worden. Bereits 2017 hatte er eine Parkinson-Erkrankung öffentlich gemacht.

Er wollte Präsident sein

Jackson kandidierte zweimal im Leben ohne reelle Chance für das Amt des US-Präsidenten. Erfolgreicher war er als Redner und Prediger. Die Demokratische Partei erinnerte er immer wieder daran, sich denen zuzuwenden, die wenig Respekt erfahren und am Rand stehen. Die Idee eines breiten Bündnisses zwischen verschiedenen Gruppierungen der Gesellschaft prägte die Bürgerrechtsbewegung und auch spätere politische Kampagnen bis hin zu »Black Lives Matter«.

In Nachrufen in den USA wird jetzt immer wieder an seine Rede beim Parteitag der Demokraten 1984 in San Francisco erinnert. »Mein Wahlkreis sind die Verzweifelten, die Verdammten, die Enterbten, die Missachteten und die Verachteten«, sagte Jackson da im Timbre eines Predigers, »sie sind unruhig und suchen Linderung«.

Als Obama es schaffte, hatte er vom Weinen rote Augen

Jackson selbst, der am 8. Oktober 1941 in Greenville, South Carolina, geboren wurde, blieb ebenfalls ein Leben lang unruhig. Bisweilen auch nervig. Kritiker erinnern gern an das Sendungsbewusstsein und Jacksons oft spürbaren Wunsch, auf großer Bühne zu stehen, um noch einmal ganz grundsätzlich zu werden.

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