Bereits zum zweiten Mal wird James Comey, ehemaliger FBI-Chef und Trump-Kritiker, von der US-Regierung angeklagt. Der Vorwurf bezieht sich offenbar auf einen Online-Post.
28. April 2026, 20:52 Uhr Quelle: DIE ZEIT, Reuters, AP, man
Das US-Justizministerium hat den ehemaligen FBI-Direktor James Comey ein zweites Mal angeklagt. Das berichteten unter anderem CNN und die Nachrichtenagentur Reuters. CNN zufolge bezieht sich die Klage auf ein von ihm gepostetes Foto, das eine Drohung gegen US-Präsident Donald Trump darstelle.
Demnach handele es sich um ein Foto, das Comey im Mai 2025 auf Instagram postete. Darauf war CNN zufolge eine Muschelformation zu sehen, die die Zahlen »86 47« bildete. Republikanische Politiker und Regierungsmitglieder warfen Comey laut CNN vor, dass er damit eine Drohung gegen Trump ausgesprochen habe, da »86« umgangssprachlich für »rauswerfen« oder »loswerden« stehen kann und »47« als Zeichen für die 47. US-Präsidentschaft Trumps interpretiert wurde. Comey sagte der Nachrichtenagentur AP zufolge, dass sein Posting eine politische Botschaft darstelle, er aber gegen jede politische Gewalt sei und den Beitrag gelöscht habe.
Comey ist ein langjähriger politischer Gegner von Trump. Von 2013 bis 2017 war er Direktor des FBI-Geheimdienstes. Comey wurde von Trump während dessen erster Amtszeit entlassen, als das FBI mutmaßliche Verbindungen zwischen russischen Regierungsvertretern und Trumps Präsidentschaftswahlkampf 2016 untersuchte. Bereits im September war er vom Justizministerium angeklagt worden. Die Klage wurde von einem US-Bundesrichter abgelehnt.
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