Israel weitet Bodeneinsätze im Libanon hinter »gelbe Linie« aus

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Die israelische Armee hat ihre Bodeneinsätze im Libanon ausgeweitet. Ziel sei es, die direkte Bedrohung für die israelischen Bürger sowie israelische Soldaten abzuwehren, sagte ein Militärvertreter der Nachrichtenagentur dpa. Auch israelische Medien berichteten.

Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, schwere israelische Angriffe im Süden deuteten auf eine mögliche Ausweitung der Bodenoffensive in Richtung Norden hin. Seit einem Aufruf der israelischen Armee zur Evakuierung der Stadt Nabatija habe es mindestens 20 Angriffe gegeben, hieß es. Im Libanon herrscht Sorge vor einer erneuten dauerhaften Besatzung des Südens. Israel war 1982 in das Nachbarland einmarschiert und erst 2000 wieder abgezogen.

Der israelische Militärvertreter sagte, dass die Armee »gezielte« Einsätze auch in Gegenden jenseits der sogenannten »gelben Linie«, die sechs bis zehn Kilometer entfernt von der israelischen Grenze im Südlibanon verläuft, begonnen habe. Hinter dieser Linie waren bereits zuvor israelische Bodentruppen stationiert. In dieser Zone liegen auch Dutzende libanesische Dörfer.

Offenbar auch Einsätze nördlich des Litani-Flusses

Mehreren israelischen Medien zufolge sollen israelische Bodentruppen auch Einsätze nördlich des Litani-Flusses ausführen. Dieser verläuft etwa 30 Kilometer nördlich der israelischen Grenze. Laut einem früheren Abkommen sollten sich die Hisbollah-Kämpfer hinter diesen Fluss zurückziehen. Unter anderem die israelische Nachrichtenseite »ynet« berichtete, Ziel der Ausweitung der Bodeneinsätze sei es auch, gegen die von der Hisbollah eingesetzten Sprengstoffdrohnen vorzugehen und die von Iran unterstützte Miliz weiter zurückzudrängen.

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