Israel: US-Botschafter Mike Huckabee nennt Siedlergewalt im Westjordanland »Terrorakt«

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Seit Tagen belagern israelische Siedler Häuser von Palästinensern im Westjordanland. Seit Sonntag blockieren sie im Dorf Qusra nahe der palästinensischen Stadt Nablus palästinensische Häuser, darunter eines im Besitz eines Mannes, der auch die US-Staatsbürgerschaft besitzt. Nun hat der als sehr proisraelisch geltende US-Botschafter Mike Huckabee die Siedler scharf kritisiert. Er nannte die Siedler in Qusra in einem Post auf der Plattform X  »israelische Terroristen«. Er schrieb: »Die Handlungen derjenigen, die diesen schrecklichen Terrorakt verübt haben, der darauf abzielte, diese Familie einzuschüchtern und zu schikanieren, sind widerlich.« Es gebe keine Entschuldigung für »ein solch brutales, rüpelhaftes Verhalten«. Die USA hätten Israels Militär und Polizei aufgefordert, die radikalen Siedler aus Qusra zu entfernen.

Bewohner berichteten, sie seien von Lebensmitteln und anderen Versorgungsgütern abgeschnitten. »Bisher konnte niemand Lebensmittel und Vorräte zu uns bringen, weil das Gebiet von der Armee völlig abgeriegelt ist«, sagte eine Bewohnerin der Nachrichtenagentur AFP. »Die Siedler sind in den umliegenden Gebieten auf dem angrenzenden Hügel verteilt.«

Steigende Gewalt durch Siedler

In den vergangenen Jahren hat die Gewalt israelischer Siedler gegen Palästinenser im Westjordanland zugenommen. Dem israelischen Militär wird immer wieder vorgeworfen, nicht entschlossen genug gegen solche Angriffe vorzugehen. Nur selten wird darüber berichtet, dass Siedler nach Attacken zur Rechenschaft gezogen werden.

Das palästinensische Außenministerium erklärte, die Eskalation von »Siedler-Terrorismus« sei eine direkte Folge des Schutzes, des politischen Rückhalts und einer vollständigen Straffreiheit, die Regierung und Militär gewährten.

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