Irankrieg: "Wir werden die Hisbollah nie ganz loswerden"
vor 4 Stunden
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Am Rande des Irankriegs bricht auch jener zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon wieder aus. Nahostexpertin Bente Scheller erklärt, wie gefährlich das ist.
2. März 2026, 19:38 Uhr
Artikelzusammenfassung
Die Hisbollah ist in den Irankrieg eingestiegen und feuerte Raketen auf Israel ab. Die Entscheidung trifft nicht unbedingt die Hisbollah, sondern der Iran. Die Hisbollah ist das schärfste Schwert des Iran in der Region und verfügt über eine erhebliche Anzahl an Raketen. Die Eskalation im Libanon ist gefährlich, da das Land bereits mit vielen Problemen zu kämpfen hat. Die Hisbollah ist militärisch stark, aber nicht unbesiegbar. Die Unifil-Mission spielt eine wichtige Rolle als Kommunikationskanal zwischen Israel und dem Libanon.
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.
Bente Scheller ist Politikwissenschaftlerin und Nahostexpertin. Die 51-Jährige leitet seit 2019 das Referat Nahost und Nordafrika der Grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung mit Sitz in Berlin.
DIE ZEIT: Die Hisbollah ist am Sonntag in den Irankrieg eingestiegen und feuerte Raketen auf Israel ab. War der Tod des Machthabers und geistigen Anführers Ali Chamenei eine rote Linie für die islamistische Miliz, die Israel und die USA nun überschritten haben?
Bente Scheller: Die Entscheidung, ob sie einsteigt oder nicht, trifft nicht unbedingt die Hisbollah. Sie ist ein Proxy, ein Stellvertreter der iranischen Revolutionsgarden. Sie funktioniert auf Zuruf, stark vom Iran gesteuert.