Irankrieg und die Nato: Donald Trump stellt Unterstützung für Nato infrage

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Wegen ihrer Haltung im Irankrieg kritisiert der US-Präsident erneut seine Bündnispartner. Es sei ein "gewaltiger Fehler", den USA nicht militärisch zur Seite zu stehen.

28. März 2026, 1:20 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, Reuters,

 "Warum sollten wir für sie da sein, wenn sie nicht für uns da sind?", kritisierte US-Präsident Donald Trump die Nato-Verbündeten.
"Warum sollten wir für sie da sein, wenn sie nicht für uns da sind?", kritisierte US-Präsident Donald Trump die Nato-Verbündeten. © Mark Schiefelbein/​AP/​dpa

US-Präsident Donald Trump hat die Unterstützung von Mitgliedern der Nato durch die USA infrage gestellt. "Warum sollten wir für sie da sein, wenn sie nicht für uns da sind?", sagte Trump in Miami. Es sei ein "gewaltiger Fehler" der Partnerstaaten gewesen, den USA im Krieg mit dem Iran nicht militärisch zur Seite zu stehen. Trump zufolge zahlen die USA Hunderte Milliarden US-Dollar jährlich für die Sicherheit der Verbündeten. 

Der Krieg im Iran hatte zuvor schon für Spannungen im transatlantischen Verhältnis gesorgt. Nachdem die Nato sich geweigert hatte, die US-Regierung militärisch bei der Sicherung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu unterstützen, zeigte Trump sich "sehr enttäuscht" von den Bündnispartnern. Später beschimpfte der US-Präsident die Partner wegen ihrer Haltung im Irankrieg als "Feiglinge". Zudem kritisierten die USA, Militärstützpunkte von Verbündeten nicht oder zu spät nutzen zu dürfen.

Merz wirft Trump erneut Eskalation vor

Bundeskanzler Friedrich Merz hat dem US-Präsidenten zuletzt erneut für sein Verhalten im Irankrieg kritisiert. "Was Trump da im Augenblick macht, ist nicht Deeskalation und der Versuch, da eine friedliche Lösung hinzubekommen, sondern eine massive Eskalation mit offenem Ausgang", sagte Merz auf einer Veranstaltung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Merz bezweifelte auch, dass ein Sturz der Führung im Iran erreicht werden könne. "Das ist meistens schiefgegangen", sagte der Bundeskanzler. Er sei nicht überzeugt davon, dass das, was die USA und Israel im Irankrieg machten, zum Erfolg führen könne.

Seit dem Beginn der zweiten Amtszeit des US-Präsidenten im vergangenen Jahr haben sich die Beziehungen zwischen den USA und den europäischen Nato-Partnern verschlechtert. Gründe dafür sind unter anderem die Zollpolitik der USA, die Haltung des US-Präsidenten im Krieg gegen die Ukraine sowie Trumps wiederholte Annexionsdrohungen gegen Grönland.

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