Vermittlung zwischen dem Iran und den USA findet offenbar nur noch über Drittstaaten statt. Iranische Revolutionsgarden drohen mit Angriffen auf israelische Gasfelder.
7. April 2026, 20:10 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AP, dpa, voi
Nach den heftigen Drohungen von US-Präsident Donald Trump hat der Iran Medienberichten zufolge den direkten Kontakt mit den USA abgebrochen. Der Iran habe die "direkte Kommunikation" mit den USA eingestellt, berichtete das Wall Street Journal unter Berufung auf Beamte im Nahen Osten. Dadurch würden die Bemühungen um eine Einigung erschwert, Gespräche über Vermittler liefen demnach jedoch weiter. Auch die New York Times schrieb unter Berufung auf hochrangige iranische Beamte, der Iran habe seine "Verhandlungsbemühungen mit den USA" ausgesetzt.
Eine Sprecherin der iranischen Regierung teilte mit, über Vermittlerstaaten gebe es weiterhin Austausch – bislang allerdings ohne Durchbruch. "Die Sprache der Herabwürdigung und Beleidigung blockiert derzeit den Weg zu jeder Verständigung und einer möglichen Einigung", sagte sie im Staatsfernsehen Irib.
Der Geheimdienst der iranischen Revolutionsgarden drohte dagegen wiederum mit Angriffen auf die beiden israelischen Erdgasfelder Karisch und Tanin, sollte es zu keiner Einigung zwischen dem Iran und den USA kommen. Auf einer veröffentlichten Aufnahme sind drei weitere Angriffsziele verpixelt. Zu dem Foto schreibt der Geheimdienst auf X: Zum Ablauf des Ultimatums "werden die Staats- und Regierungschefs der Region ihm (Donald Trump) sagen: Du verdammter Bastard, beende diesen verfluchten Krieg!"
Trump droht mit Auslöschung
Kurz vor dem Ende seines Ultimatums zur Öffnung der Straße von Hormus hatte der US-Präsident mit der Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke gedroht. "Das ganze Land kann in einer Nacht ausgeschaltet werden, und diese Nacht könnte morgen sein", sagte der US-Präsident im Weißen Haus. Die Kraftwerke im Iran würden "brennen, explodieren und nie wieder genutzt werden können", drohte Trump.
Später verschärfte Trump seinen Ton gegenüber dem Iran noch mal deutlich. Sollte bis zum Ende seines Ultimatums um zwei Uhr deutscher Zeit keine Einigung in dem Konflikt erreicht werden, werde "heute Nacht eine ganze Zivilisation sterben", schrieb er auf seiner Onlineplattform.
Die iranische Zivilisation würde "nie wieder zurückgebracht", fuhr Trump fort. "Ich will nicht, dass das passiert, aber vielleicht wird es das." Bereits zuvor hatte er gedroht, den Iran "zurück in die Steinzeit" zu bomben.
Rubio wirft dem Iran Terrorismus in der Straße von Hormus vor
Der US-Außenminister Marco Rubio lehnte es daraufhin auf Nachfrage von Reportern ab, die Bedeutung der Ankündigung des US-Präsidenten zu kommentieren. Er warf dem Iran dagegen Terrorismus in der Straße von Hormus vor. Die Islamische Republik greife Handelsschiffe an, die versuchten, die Meerenge zu durchfahren, sagte Rubio. Die ganze Welt sei davon betroffen.
Der Iran verstoße gegen jedes Gesetz, sagte der Republikaner weiter. "Das ist ein großes Problem für die Welt. Dieses Regime glaubt weder an Gesetze noch an Regeln oder irgendetwas in der Art. Es ist ein staatlicher Sponsor von Terrorismus, daher ist es nicht verwunderlich, dass es nun Terroranschläge gegen Handelsschiffe verübt."
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