Irankrieg: Huthis verkünden Seeblockade gegen Saudi-Arabien

vor 13 Stunden 1

Bereits vergangene Woche hatten die Huthis Saudi-Arabien ​mit Angriffen auf Ölanlagen gedroht, sollte sich das Nachbarland an einer »umfassenden Aggression« gegen den Jemen beteiligen. Vermutet wird auch, dass sich die Huthi-Milizen auf Bitten Irans auf eine Sperrung des Seeweges für Öltransporte im Roten Meer vorbereiten.

Enge Verbündete Irans

Vor der Küste des Jemen liegt die Meerenge ‌Bab al-Mandab, der Zugang zum Roten Meer. Dieser ist für ​die internationale Schifffahrt ‌ähnlich wichtig wie der Persische Golf. Dort hat Iran die vor seiner Küste liegende Straße von Hormus gesperrt. Die Huthis hatten vergangene Woche Raketen auf Saudi-Arabien abgefeuert, nachdem sie das Königreich beschuldigt hatten, einen unter ihrer Kontrolle stehenden ‌Flughafen bombardiert zu haben. Damit endete eine vierjährige Waffenruhe zwischen den schiitischen Huthi-Milizen und dem sunnitischen Königreich Saudi-Arabien.

Die Huthis hatten Ende 2014 den von Saudi-Arabien unterstützten Präsidenten ‌Abd-Rabbu Mansur Hadi gestürzt, dem sie Korruption ​und Misswirtschaft vorwarfen. 2015 schaltete ‌sich Saudi-Arabien in den Konflikt ein und schmiedete eine Allianz sunnitischer ‌Länder gegen ​die Huthi-Milizen. Während der Kämpfe wurden Zehntausende Menschen getötet.

Die Wirtschaft des Jemen ist zusammengebrochen, große Teile der Bevölkerung ​leiden Hunger. Die Huthis kontrollieren Sanaa, während ⁠die international anerkannte Regierung, die von ​Saudi-Arabien ​und anderen Golfstaaten unterstützt wird, in Aden im Süden des Landes sitzt.

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