Bereits vergangene Woche hatten die Huthis Saudi-Arabien mit Angriffen auf Ölanlagen gedroht, sollte sich das Nachbarland an einer »umfassenden Aggression« gegen den Jemen beteiligen. Vermutet wird auch, dass sich die Huthi-Milizen auf Bitten Irans auf eine Sperrung des Seeweges für Öltransporte im Roten Meer vorbereiten.
Enge Verbündete Irans
Vor der Küste des Jemen liegt die Meerenge Bab al-Mandab, der Zugang zum Roten Meer. Dieser ist für die internationale Schifffahrt ähnlich wichtig wie der Persische Golf. Dort hat Iran die vor seiner Küste liegende Straße von Hormus gesperrt. Die Huthis hatten vergangene Woche Raketen auf Saudi-Arabien abgefeuert, nachdem sie das Königreich beschuldigt hatten, einen unter ihrer Kontrolle stehenden Flughafen bombardiert zu haben. Damit endete eine vierjährige Waffenruhe zwischen den schiitischen Huthi-Milizen und dem sunnitischen Königreich Saudi-Arabien.
Die Huthis hatten Ende 2014 den von Saudi-Arabien unterstützten Präsidenten Abd-Rabbu Mansur Hadi gestürzt, dem sie Korruption und Misswirtschaft vorwarfen. 2015 schaltete sich Saudi-Arabien in den Konflikt ein und schmiedete eine Allianz sunnitischer Länder gegen die Huthi-Milizen. Während der Kämpfe wurden Zehntausende Menschen getötet.
Die Wirtschaft des Jemen ist zusammengebrochen, große Teile der Bevölkerung leiden Hunger. Die Huthis kontrollieren Sanaa, während die international anerkannte Regierung, die von Saudi-Arabien und anderen Golfstaaten unterstützt wird, in Aden im Süden des Landes sitzt.

vor 13 Stunden
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