Der Bundeskanzler hatte die Strategie der USA im Iran-Krieg kritisiert. Donald Trump sieht das anders: Merz wisse nicht, worüber er spreche, schreibt er in einem Post.
28. April 2026, 20:59 Uhr Quelle: DIE ZEIT, Reuters, akm
US-Präsident Donald Trump hat dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz vorgeworfen, sich im Umgang mit dem Iran zu irren. Einen Tag nachdem Merz die USA für ihr Vorgehen im Konflikt kritisiert hatte, konterte Trump auf seinen sozialen Medien. »Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz denkt, es sei in Ordnung, wenn der Iran eine Atomwaffe hat. Er weiß nicht, wovon er spricht!«, schrieb Trump.
Sollte der Iran über Atomwaffen verfügen, wäre die ganze Welt in Geiselhaft, schrieb er. Er selbst unternehme derzeit Schritte im Umgang mit dem Iran, die andere Staaten oder Präsidenten schon längst hätten ergreifen sollen. »Kein Wunder, dass es Deutschland wirtschaftlich und auch sonst so schlecht geht!«.
Nach seinem Besuch in den USA hatte Merz den USA im Krieg gegen den Iran eine fehlende Strategie vorgeworfen. »Die Amerikaner haben offensichtlich keine Strategie«, sagte er. Da werde »eine ganze Nation gedemütigt durch die iranische Staatsführung, vor allem durch diese sogenannten Revolutionsgarden«, sagte der Kanzler. Der Krieg sei unüberlegt gewesen. Er habe Trump mittlerweile zweimal seine Skepsis direkt mitgeteilt. Die »ziemlich vertrackte Lage« koste Deutschland sehr viel Geld und Wirtschaftskraft.
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