Wenn man in diesen Tagen in Berlin mit Regierungsleuten spricht, dann ist Erleichterung das vorherrschende Gefühl. Der Grund: das Rahmenabkommen mit dem Iran, das am Mittwoch unterzeichnet wurde. Auf die desaströsen geostrategischen Folgen dieses Abkommens ist vielerorts hingewiesen worden: Das iranische Regime geht gestärkt aus dem Krieg hervor und steigt zur regionalen Vormacht auf.
Ökonomisch betrachtet ist die Einigung aus Sicht der Bundesregierung hingegen eine gute Nachricht in düsteren Zeiten. Der Ölpreis ist unter die Marke von 80 Dollar je Fass gefallen und nähert sich dem Vorkriegsniveau an. Das wird sich auch auf die Preise für Diesel, Heizöl und Benzin auswirken. In der Koalition hatte man mit großer Sorge auf den 1. Juli geblickt, wenn der Tankrabatt ausläuft, weil es im Haushalt kein Geld für neue Entlastungen gibt. Nun steigen zwar die für zwei Monate ausgesetzten Mineralölsteuern wieder, dafür können die Tankstellen ihren Sprit aber billiger beziehen. Im Ergebnis dürften Benzin und Diesel zwar im August dennoch teurer werden, der befürchtete Preisschock allerdings wird vermutlich ausbleiben.

vor 2 Tage
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