Iran verfügt offenbar noch immer über erhebliches Raketenarsenal und Tausende Drohnen

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Donald Trump will das Regime in Teheran »in die Steinzeit« zurückbomben und geht davon aus, dass der Irankrieg in wenigen Wochen endet. Doch US-Geheimdienste haben laut einem Medienbericht an diesem Plan erhebliche Zweifel.

03.04.2026, 16.16 Uhr

Angebliche Raketenabschussrampe in Iran:

Foto: CENTCOM / REUTERS

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Iran verfügt offenbar trotz der seit Wochen andauernden Angriffe der USA und Israels weiter über ein bedrohliches Waffenarsenal. So soll nach jüngsten Einschätzungen der US-Geheimdienste etwa noch die Hälfte der Raketenabschussrampen Irans intakt sein, wie der US-Nachrichtensender CNN unter Berufung auf drei mit den Erkenntnissen vertraute Quellen berichtet . Dem Regime in Teheran sollen demnach zudem Tausende Drohnen und auch Raketen in großer Zahl zur Verfügung stehen.

»Sie sind nach wie vor sehr wohl in der Lage, in der gesamten Region absolutes Chaos anzurichten«, zitiert CNN eine der Quellen. Demnach zeigt die in den vergangenen Tagen zusammengetragene Einschätzung außerdem, dass ein großer Teil von Irans küstennahen Abwehr-Marschflugkörpern intakt geblieben ist. Diese seien eine Schlüsselkapazität, mit der Iran den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus bedrohen könne.

Teheran feuert täglich weiterhin konstant Drohnen und Raketen auf Irans Nachbarländer. Die Amerikaner schafften es laut einer Recherche der Nachrichtenagentur Reuters erst, ein Drittel des iranischen Raketenarsenals zu zerstören. Da die Waffen häufig tief in sogenannten Raketenstädten unter Bergen lagern, treffen die Bomben häufig nur die Eingänge, die die Iraner nach wenigen Tagen wieder freiräumen.

Weißes Haus dementiert

Eine Sprecherin des Weißen Hauses dementierte den CNN-Bericht zu Irans Waffenarsenal: »Anonyme Quellen wollen verzweifelt Präsident Trump angreifen und die unglaubliche Arbeit unseres US-Militärs bei der Erreichung der Ziele der Operation ›Epic Fury‹ herabwürdigen«. Das »Terrorregime« werde militärisch zerschlagen, seine trostlose Lage von Tag zu Tag düsterer. »Ihre einzige Hoffnung ist, mit Präsident Trumps Regierung ein Abkommen zu schließen und ihre nuklearen Ambitionen endgültig aufzugeben. Andernfalls werden sie härter getroffen als jemals zuvor.«

Zwei bis drei Wochen, hatte US-Präsident Donald Trump bei einer Ansprache am Mittwochabend gesagt, werde der Irankrieg noch dauern. Bis dahin werde man das Regime in Teheran »in die Steinzeit« zurückbomben, damit Iran nie wieder eine Gefahr für die USA und die Welt darstellen könnte.

Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu kündigte unterdessen weitere gemeinsame Angriffe mit den USA unter anderem auf die Infrastruktur Irans an. »Wir schalten Kommandeure aus, bombardieren Brücken, bombardieren Infrastruktur«, sagte Netanyahu in einem von seinem Büro verbreiteten Video. Gleichzeitig meldete die israelische Armee am Freitag erneut Raketenangriffe aus Iran. Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, dass im Zentrum des Landes eine nicht abgefangene Rakete eingeschlagen sei. Dabei seien Häuser, Straßen und Autos beschädigt worden. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand.

In Kuwait löste indes ein Drohnenangriff einen Brand in einer Raffinerie der staatlichen Ölgesellschaft aus. Mehrere Bereiche der Anlagen der Kuwait Petroleum Corporation (KPC) stünden in Flammen, berichtete die Nachrichtenagentur Kuna. Rettungsteams seien vor Ort im Einsatz. Nach Angaben des Energieministeriums wurde auch eine Entsalzungs- und Energie-Anlage bei einem iranischen Angriff beschädigt. In Abu Dhabi geriet eine Gasanlage durch herabfallende Trümmer eines Geschosses in Brand. Beim Abfangen einer iranischen Rakete wurden mindestens zwölf Menschen verletzt, wie die Regierung mitteilte.

Die US-Armee musste am Persischen Golf schon einige empfindliche Treffer hinnehmen. Trotz ständiger Bombardements können die Iraner noch immer erfolgreich zurückschlagen. Wie viel teures Gerät die Amerikaner im Irankrieg bereits verloren haben, lesen Sie hier.

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