Gescheiterte Verhandlungen USA und Iran erzielen nach Marathon-Friedensgesprächen keine Einigung
Nach 21 Stunden Verhandlungen mit der iranischen Seite steht laut US-Vize JD Vance fest: Es gibt keine Übereinkunft bei den Friedensgesprächen in Islamabad. Sowohl USA als auch Iran sprechen von »überzogenen Forderungen« der Gegenseite.
12.04.2026, 04.30 Uhr
US-Vizepräsident JD Vance in Pakistan: »Die schlichte Tatsache ist, dass wir eine eindeutige Verpflichtung sehen müssen«
Foto: Jacquelyn Martin / AP / dpaAutomatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier.
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Bei den Verhandlungen zwischen den USA und Iran unter Vermittlung Pakistans ist nach den Worten von US-Vizepräsident JD Vance keine Einigung erzielt worden. Man kehre nun in die USA zurück, sagte Vance nach stundenlangen direkten Gesprächen mit Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad.
Nach 21 Stunden hätte sich die iranische Seite dazu entschieden, die Bedingungen der USA nicht zu akzeptieren, sagte Vance. Die USA hätten klargemacht, wo die roten Linien liegen und in welchen Punkten man bereit sei, Iran entgegenzukommen. Vance sagte nicht im Detail, was genau die Knackpunkte waren.
Vor Journalisten sagte er jedoch: »Die schlichte Tatsache ist, dass wir eine eindeutige Verpflichtung sehen müssen, dass sie keine Nuklearwaffe anstreben werden – und auch nicht die Mittel, die sie in die Lage versetzen würden, rasch eine solche Waffe zu erlangen.« Er hoffe, dass dies künftig erkennbar werde.
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Man verlasse den Ort der Verhandlungen und lasse einen Vorschlag für Iran zurück, der ein endgültiges Angebot darstelle, sagte Vance weiter. Während der Verhandlungen sei er in ständigem Kontakt mit US-Präsident Donald Trump gewesen. Nach seiner Erklärung vor der Presse trat Vance mit der Air Force Two den Rückflug aus Pakistan an.
Straße von Hormus als zentraler Streitpunkt
Es sei ein «arbeitsreicher und langer Tag» für die Delegation der Islamischen Republik in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad gewesen, schrieb der Sprecher von Irans Außenministerium, Ismail Baghai, in den frühen Morgenstunden auf X. Von Samstagmorgen bis in den Sonntag hinein hätten «intensive Verhandlungen» stattgefunden. Dabei seien «zahlreiche Nachrichten und Texte» zwischen den beiden Seiten ausgetauscht worden.
Medienzentrum in der Nähe des Serena-Hotels, dem Veranstaltungsort des US-Iran-Treffens: »Überzogene Forderungen«
Foto: Anjum Naveed / AP / dpaDer Erfolg des diplomatischen Prozesses hänge aber «von der Ernsthaftigkeit und dem guten Willen der Gegenseite ab, von überzogenen und unzulässigen Forderungen abzusehen und die legitimen Rechte und Interessen des Irans anzuerkennen», schrieb Baghai weiter. Pakistan dankte er für die Ausrichtung der Gespräche. Über eine mögliche Fortsetzung der Gespräche äußerte er sich nicht.
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Iranische Medien hatten zuvor über große Differenzen bei den Verhandlungen mit den USA berichtet. Die Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars sprachen von »überzogenen Forderungen« der US-Seite. Konkret wurde die Straße von Hormus als zentraler Streitpunkt genannt. Der Fortschritt der Verhandlungen sei damit aus iranischer Sicht behindert worden.
Tasnim zufolge bestand die iranische Delegation auf der »Wahrung der militärischen Errungenschaften«, eine mögliche Anspielung auf das Raketenprogramm der Islamischen Republik. Den größten Streit soll es beiden Berichten zufolge jedoch bei Fragen rund um die Straße von Hormus gegeben haben.
Die Meerenge verbindet den Persischen Golf mit dem Indischen Ozean und damit die großen Ölförderländer der Region mit den Weltmärkten. Iran hat die Kontrolle der Seestraße seit Kriegsbeginn an sich gerissen. US-Präsident Donald Trump hatte ihre Öffnung zur Bedingung für die am vergangenen Mittwoch verkündete zweiwöchige Waffenruhe gemacht.

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