Iran-Überblick: Iran startet Angriffe unter neuer Führung, Israel fliegt Gegenangriffe

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Die neue iranische Führung unter Modschtaba Chamenei hat Israel attackiert. In Bahrain sind 32 Menschen bei einem iranischen Drohnenangriff verletzt worden. Die Nacht

9. März 2026, 6:05 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AFP, dpa, Reuters,

 Raketenspuren sind über der israelischen Stadt Netanja zu sehen.
Raketenspuren sind über der israelischen Stadt Netanja zu sehen. © Jack Guez/​AFP/​Getty Images

Kurz nach der Ernennung von Modschtaba Chamenei zum Nachfolger seines Vaters als Oberster Führer des Iran hat die Regierung in Teheran Israel mit Raketen angegriffen. "Iran hat unter (…) Modschtaba Chamenei die erste Welle von Raketen auf die besetzten Gebiete abgefeuert", berichtete der staatliche Sender Irib auf seinem Kanal im Onlinedienst Telegram. Der Sender veröffentlichte zudem ein Foto eines Projektils, das die Aufschrift "Auf Ihren Befehl Sayyid Modschtaba" trug. Sayyid ist ein Ehrentitel im schiitischen Islam.

Israel bombardiert im Iran und im Libanon

Das israelische Militär flog nach eigenen Angaben neue Angriffe auf den Iran. Ziel sei "Infrastruktur des iranischen Terrorregimes" im Zentrum des Landes, teilte das Militär mit. Zudem sei erneut Infrastruktur der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz in der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen worden. 

Verletzte in Bahrain nach iranischem Drohnenangriff

Der Golfstaat Bahrain wurde erneut Ziel eines Angriffs des Iran. Das Innenministerium des Landes meldete in der Nacht 32 Verletzte durch eine Attacke mit Drohnen auf der südlich der Hauptstadt Manama gelegenen Insel Sitra. Mindestens vier der Menschen seien schwer verletzt worden, darunter auch Kinder. Alle Verletzten seien Bürger des Königreichs. Mehrere Häuser seien beschädigt worden.

Saudi-Arabien droht dem Iran

Saudi-Arabien hat seine Warnungen an den Iran verschärft. Die iranische Führung wäre der "größte Verlierer", sollte sie weiterhin arabische Staaten attackieren, hieß es in einer Erklärung des Königreichs. Weiter hieß es, die iranischen Angriffe führten zu "weiterer Eskalation, die schwerwiegende Auswirkungen auf die Beziehungen hat – sowohl jetzt als auch in der Zukunft".

Die USA wiesen unterdessen einen Teil ihrer Botschaftsmitarbeiter in Saudi-Arabien an, das Land zu verlassen. Nicht unbedingt erforderliches diplomatisches Personal sowie dessen Familien sollten das Land wegen "Sicherheitsrisiken" verlassen, teilte das US-Außenministerium mit. Die US-Botschaft in Riad war in der vergangenen Woche von Drohnen angegriffen worden.

Katar ruft zu Deeskalation auf

​Der katarische Ministerpräsident Scheich Mohammed ‌bin ⁠Abdulrahman ​Al Thani rief alle Seiten zu Zurückhaltung auf. "Wir werden weiter mit den Iranern sprechen und auf eine Deeskalation hinwirken", sagte der Ministerpräsident dem Sender Sky ‌News. Der Iran müsse ​zunächst alle Angriffe auf die Golfstaaten ​und andere Länder einstellen, die nicht an diesem Krieg beteiligt ‌sind. Die Streitkräfte ​von Katar haben nach Angaben der Regierung ⁠in der Nacht einen erneuten Raketenangriff abgewehrt.

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