Weil die Sicherheitslage zu unsicher ist, hat die Lufthansa einen Evakuierungsflug nach Saudi-Arabien gestoppt. Das bleibt wohl keine Ausnahme, sagt Lufthansachef Spohr.
Aktualisiert am 6. März 2026, 12:11 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, Reuters, edd
Die Lufthansa hat einen geplanten Evakuierungsflug in die saudischen Hauptstadt Riad kurzfristig abgesagt. Der Kapitän habe in Rücksprache mit der Zentrale entschieden, nach Kairo abzudrehen, sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr in Frankfurt. "Sicherheit geht vor."
Das Flugzeug werde auch nicht nach Riad
weiterfliegen, sagte Spohr weiter. Derartige Situationen werde man in
den kommenden Wochen noch häufiger sehen. Hintergrund ist die
angespannte Sicherheitslage in der Region. Rund 30.000 Reisende von deutschen Veranstaltern waren laut Reiseverband DRV von der Eskalation in der Golfregion betroffen, der Flugverkehr ist stark gestört.
Die Lufthansa-Gruppe habe für ihre fünf Heimatmärkte schon zehn Evakuierungsflüge organisiert und sei zu weiteren Flügen bereit, um gestrandete Reisende nach Hause zu bringen. Sollte die Krise länger anhalten, werde das zu einer Zäsur in der Luftfahrt führen, sagte Spohr.
Die USA und Israel greifen den Iran seit dem vergangenen Wochenende intensiv aus der Luft an. Dabei wurden der oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Als Reaktion auf die Angriffe Israels und der USA greift der Iran Israel, mehrere Golfstaaten sowie US-Einrichtungen in der Golfregion an.

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