Iran-News heute: Russland erwartet weitere Lockerung der Öl-Sanktionen

vor 15 Stunden 1

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Carlotta Böttcher

Deutschlandressort

Carlotta Böttcher

Iran seit 14 Tagen offline

Laut dem Portal Netblocks.org, das Netzsperren systematisch erfasst, dauert der Internetausfall in Iran nun schon 14 Tage an. »Nach 312 Stunden liegt die Internetverbindung immer noch bei 1 % des normalen Niveaus«, schreibt NetBlocks auf X.

Carlotta Böttcher

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Carlotta Böttcher

Türkisches Schiff passiert die Straße von Hormus

Ein türkisches Schiff durfte mit einer Sondergenehmigung iranischer Behörden die Straße von Hormus passieren. Das sagte der türkische Verkehrsminister Abdulkadir Uraloğlu lokalen Medienberichten zufolge.
Nach Angaben Uraloğlus befinden sich 14 weitere Schiffe mit türkischen Eigentümern in der Region.

Seit Beginn des Irankriegs am 28. Februar wurde die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, vom iranischen Militär de facto gesperrt. Die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und Iran wird von Teherans Revolutionswächtern kontrolliert.

Carlotta Böttcher

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Carlotta Böttcher

China kündigt Hilfe für Eltern der getöteten Schüler in Iran an

Das chinesische Außenministerium hat angekündigt, dass das Chinesische Rote Kreuz dem iranischen Roten Halbmond 200.000 US-Dollar humanitärer Soforthilfe zukommen lassen will. Das Geld sei speziell für die Eltern der im Krieg getöteten Schüler bestimmt.
Wie Russland unterhält China eine strategische Partnerschaft mit Iran und kritisiert die Angriffe der USA und Israels.

Ölraffinerie im Irak von Drohnen getroffen

Westlich der Stadt Erbil ist irakischen Sicherheitskreisen zufolge die Lanaz-Raffinerie mit Drohnen angegriffen worden. Das Ausmaß der Schäden sei begrenzt, der Betrieb laufe weiter. Bislang gab es bei den Angriffen offenbar keine Opfer.

Erbil liegt im kurdisch dominierten Norden des Landes und ist seit Ausbruch des Krieges immer wieder von Iran angegriffen worden. 

Evonik-Chef Kullmann sieht Aufschwung gefährdet

Christian Kullmann, Chef des Essener Chemiekonzerns Evonik, sieht durch den Krieg im Nahen Osten massive Probleme auf die deutsche Wirtschaft zukommen. »Produkte, die stark an Energie- und Lohnkosten gebunden sind, werden wir in Deutschland nicht verteidigen können«, sagt der 56-Jährige dem SPIEGEL. »Wir werden ihre Herstellung nach und nach an das Ausland verlieren. Dieser Prozess läuft schon und wird sich durch den Krieg noch beschleunigen.«

Der Irankrieg vergrößere »wie unter einem Brennglas« die Probleme, die durch eine Kombination aus Konjunktur- und Strukturkrise in Deutschland und dem Zusammenbruch des regelbasierten globalen Handels entstünden. »Der Anstieg der Gas- und Ölpreise wird sich durch die gesamte Wertschöpfungskette fressen«, sagt Kullmann. Das Inflationsrisiko werde ebenso steigen wie der Druck auf Zentralbanken, eine restriktivere Politik zu verfolgen und möglicherweise die Leitzinsen zu erhöhen. »Die zarten Knospen einer Erholung der deutschen Konjunktur werden durch den Krieg in Nahost vielleicht nicht zertreten, aber doch deutlich lädiert.«

Der Manager warnte angesichts der explodierenden Preise für fossile Brennstoffe vor einem Abbremsen der Energiewende: »Wir brauchen in Deutschland eine Energieinfrastruktur, die stärker auf grüne Ressourcen ausgerichtet ist.« Es fehlten Tausende Kilometer an Stromleitungen, die Netze müssten dringend ausgebaut werden – »allerdings auf effiziente Art«, betont Kullmann. »Die Energiewende braucht einen Masterplan, den es bisher nicht gibt.« 

Leseempfehlung: Deutschland zweifelt an US-Kriegsführung

US-Präsident Donald Trump gibt sich im Krieg gegen Iran siegesgewiss. Die Bundesregierung rätselt allerdings nicht nur, was seine Strategie ist. Auch Meldungen über militärische Erfolge betrachtet Berlin mit Skepsis, schreiben meine Kollegen Matthias Gebauer und Paul-Anton Krüger. Hier lesen Sie den  Bericht.

Carlotta Böttcher

Deutschlandressort

Carlotta Böttcher

Trump glaubt, Mojtaba Khamenei sei am Leben, aber »verletzt«

US-Präsident Donald Trump hat sich zum Zustand von Mojtaba Khamenei geäußert, dem neuen Obersten Führer Irans. »Ich denke, er ist verletzt, aber ich denke, er ist wahrscheinlich irgendwie am Leben«, sagte Trump in einem Interview mit »Fox News«.

Khamenei ist seit seiner Ernennung am Sonntag nicht in der Öffentlichkeit gesehen worden. Eine erste Erklärung ließ er am Donnerstag im Staatsfernsehen von einem Moderator verlesen. Ein iranischer Beamter habe der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch gesagt, Khamenei sei leicht verletzt, führe seine Amtsgeschäfte aber weiter.

Zwei Menschen sterben bei Drohnenangriff in Oman

Im Norden Omans ist eine Drohne abgefangen worden und über einem Industriegebiet abgestürzt, dabei sind offenbar zwei ausländische Arbeiter ums Leben gekommen. Das meldet die omanische Nachrichtenagentur. Eine zweite Drohne sei im offenen Gelände abgestürzt.

Carlotta Böttcher

Deutschlandressort

Carlotta Böttcher

Irankrieg könnte Verkehr durch den Panamakanal beleben

Der Krieg in Iran und steigende Treibstoffkosten könnten dem Panamakanal zugutekommen: Höhere Preise machten die Route attraktiver, sagt Kanalchef Ricaurte Vásquez der Nachrichtenagentur AP.

Der Transport über Panama könne die Reisezeit je nach Route um 3 bis 15 Tage verkürzen und so den Treibstoffverbrauch senken. Sollten Lieferungen aus dem Nahen Osten ausbleiben, könnten sie laut Vásquez durch andere Quellen ersetzt werden, etwa aus den USA. Diese könnten einen Teil ihrer LNG-Fracht von Europa über Panama nach Asien umleiten. Ob solche Effekte tatsächlich einträten, hänge allerdings davon ab, wie lange die Instabilität in der Golfregion andauere.

Russland: Weitere Lockerung der Ölrestriktionen unvermeidlich

Der Chefunterhändler von Wladimir Putin, Kirill Dmitrijew, hat sich zu der US-Entscheidung geäußert, den Verkauf von russischem Erdöl vorübergehend zu erlauben. Angesichts der wachsenden Energiekrise scheine eine weitere Lockerung der Restriktionen unvermeidlich, schreibt Dmitrijew bei Telegram. Trotz des Widerstands einiger »Brüsseler Bürokraten«. Die Ausnahmegenehmigung der USA betrifft nach Angaben aus Moskau 100 Millionen Barrel. 

Die USA haben eine 30-tägige Ausnahmeregelung erlassen, ⁠nach ⁠der Öl in Tankern auf See verkauft werden darf. So sollen die Energiemärkte stabilisiert werden. Die Internationale Energieagentur spricht von der »größten Versorgungsstörung in der Geschichte des globalen Ölmarktes«.

Holger Dambeck

USA erlauben Verkauf von russischem Erdöl

Angesichts der stark gestiegenen Energiepreise genehmigt die US-Regierung vorübergehend den Verkauf von russischem Erdöl. Das US-Finanzministerium erteilte am Donnerstag (Ortszeit) eine Lizenz, die den Verkauf von russischem Rohöl und russischen Erdölprodukten bis zum 11. April erlaubt. Am Mittwoch hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron noch erklärt, die G7-Staaten, denen die USA angehören, habe eine Lockerung der Sanktionen gegen Russland ausgeschlossen. 

US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag angesichts der gestiegenen Ölpreise infolge des Irankriegs angekündigt, einige Ölsanktionen aussetzen zu wollen. Trump äußerte sich nicht dazu, welches Land oder welche Länder von dem Schritt profitieren könnten. Der US-Präsident machte seine Aussagen aber nach einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Seit Beginn des Irankriegs am 28. Februar wurde die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, vom iranischen Militär de facto gesperrt. Die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und Iran wird von Teherans Revolutionswächtern kontrolliert. Das ließ die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.

Carlotta Böttcher

Deutschlandressort

Carlotta Böttcher

Sirenen auf von Nato genutztem Luftwaffenstützpunkt Incirlik

Auf dem Luftwaffenstützpunkt Incirlik im Südosten der Türkei, der auch von der Nato genutzt wird, sind am Freitagmorgen Sirenen zu hören gewesen. Das berichten türkische Medien sowie die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Eine genaue Uhrzeit oder weitere Einzelheiten sind demnach nicht bekannt. Die türkischen Behörden äußerten sich zunächst nicht zu dem Vorfall.

Die Bewohner der Stadt Adana, die etwa zehn Kilometer von Incirlik entfernt liegt, wurden dem Nachrichtenportal »Ekonomim« zufolge gegen 3.25 Uhr von den Sirenen geweckt. Der Alarm dauerte demnach rund fünf Minuten. Videos in Onlinediensten zeigen ein leuchtendes Objekt am Himmel, bei dem es sich womöglich um eine Rakete handelt.

Seit Beginn des Irankriegs hat die Türkei bereits zweimal eine Rakete abgefangen, die Ankara zufolge von Iran auf das Staatsgebiet des Nato-Mitglieds Türkei abgefeuert worden war. In beiden Fällen wurde niemand verletzt.

Nicolai Kwasniewski

Newsdesk

Nicolai Kwasniewski

USA haben laut Bericht Munition für Jahre verbraucht

Einem Zeitungsbericht zufolge haben die USA seit Beginn des ‌Krieges mit Iran Munitionsvorräte für mehrere Jahre verbraucht. Zu den schnell zur Neige gehenden Waffen zählten auch moderne Langstreckenraketen vom Typ Tomahawk, berichtet die »Financial Times« unter Berufung ‌auf Insider.
Die Behauptung von US-Präsident Donald Trump, dass die USA für den Irankrieg über unbegrenzte Munitionsvorräte verfügten, wird von vielen Experten und auch von seinen politischen Gegnern, den Demokraten, infrage gestellt.

Trump droht Irans Führung mit vollständiger Zerstörung

US-Präsident Donald Trump hat seine Drohungen gegen Iran erneuert. »Wir zerstören das terroristische Regime Irans vollständig – militärisch, wirtschaftlich und auf andere Weise«, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Die iranische Marine sei verschwunden, ihre Luftwaffe existiere nicht mehr, Raketen, Drohnen und alles andere werde vernichtet und ihre Anführer seien von der Erde getilgt worden, schrieb Trump.

Der Republikaner argumentierte weiter, die USA verfügten über beispiellose Feuerkraft, unbegrenzte Munition und viel Zeit. »Schaut, was heute mit diesen gestörten Drecksäcken passiert«, schrieb er – ohne seine Drohung näher zu erläutern.
Trump hatte bereits mehrfach gesagt, der Krieg könne bald enden. Allerdings greift Iran auch nach fast zwei Wochen massiver Luftangriffe die Golfstaaten und Israel weiter mit Raketen und Drohnen an. 

Holger Dambeck

Wirtschaftsforscher befürchtet Anstieg der Inflation

Der Konjunkturchef des RWI-Leibniz-Institutes, Torsten Schmidt, warnt vor hoher Inflation, sollte der Irankrieg länger als vier Wochen dauern. »Hohe Ölpreise treiben die Verbraucherpreise. Bei einem längeren Krieg könnte die Inflation in diesem Jahr vorübergehend auf sechs Prozent steigen«, sagte Schmidt der »Rheinischen Post«. »Dann ist das Wirtschaftswachstum weg, Deutschland würde in das vierte Jahr der Rezession rutschen.

Sollte der Krieg mehr als vier Wochen dauern und Iran weiter Öl- und Gasanlagen in den Golfstaaten zerstören, komme es zu echten Engpässen auf dem Weltmarkt. »Dann halte ich auch einen Ölpreis von 150 Dollar pro Barrel für möglich«, sagte Schmidt.

Wäre der Krieg dagegen Ende des Monats beendet, stiege die Inflation nicht ganz so stark: »Die Inflationsrate wird im Sommer auf drei Prozent steigen, für das Gesamtjahr erwarten wir 2,6 Prozent.« Die Spritpreise werden aus Sicht von Schmidt hoch bleiben: »Die Preise für Benzin und Diesel werden zunächst auf hohem Niveau und bei zwei Euro pro Liter bleiben.«

Sorge bereitet dem Ökonomen die Lage beim Gas. 20 Prozent Füllstand in den Speichern seien sehr wenig. »Ich sehe das Risiko, dass wir die Gasspeicher bis zum Winter nicht vollbekommen – vor allem dann, wenn der Irankrieg länger dauert als gedacht.« Bei den hohen Preisen hätten Händler keinen Anreiz, Gas einzuspeichern. 

Holger Dambeck

Iranische Staatsmedien: Mehrere Explosionen in Teheran

In Irans Hauptstadt Teheran haben sich iranischen Staatsmedien zufolge mehrere Explosionen ereignet. Bewohner der betroffenen Teile von Teheran hätten berichtet, dass ihre Häuser gebebt hätten, berichtete die iranische staatliche Nachrichtenagentur Fars. Bislang gebe es keine Berichte über Verletzte. Die stärksten Explosionen seien im Süden der iranischen Hauptstadt zu hören gewesen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Tasnim. 

Die USA und Israel hatten am 28. Februar gemeinsame Luftangriffe auf Iran begonnen. Am ersten Kriegstag wurden der Oberste Führer des Landes, Ajatollah Ali Khamenei, und weitere Mitglieder der iranischen Führung bei US-israelischen Luftangriffen in Teheran getötet. Iran greift seitdem mit Raketen- und Drohnen Israel sowie mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion an.

Holger Dambeck

Ölpreise klettern weiter

Knapp zwei Wochen nach Beginn des Kriegs in Iran zeichnet sich an Ölmärkten keine Entspannung ab. Kampfansagen der Mullahs befeuern die Sorgen vor einer längeren Blockade der Straße von Hormus – und die Freigabe von Ölreserven der Internationalen Energieagentur (IEA) verpuffte an den Märkten.

Die Ölpreise notierten kurz nach Mitternacht erneut höher: Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Mai kostete knapp 102 US-Dollar und damit etwas mehr als am Vortag. Seit Beginn des Kriegs bewegen sich die Preise auf dem höchsten Niveau seit fast vier Jahren.

Die etwa 55 Kilometer breite Straße von Hormus liegt zwischen Iran und dem Oman und gehört zu den wichtigsten Seerouten des internationalen Ölhandels. Laut IEA floss im vergangenen Jahr ein Viertel des weltweit verschifften Öls durch die Passage. Die IEA sprach mit Blick auf den Irankrieg von der »größten Versorgungsstörung in der Geschichte des globalen Ölmarktes«.

Holger Dambeck

Irakische Miliz will US-Tankflugzeug abgeschossen haben

Eine von Iran unterstützte Milizengruppe ​hat nach eigenen Angaben das US-Tankflugzeug abgeschossen, welches laut US-Angaben ohne Feindeinwirkung abgestürzt sein soll. Der Islamische Widerstand im Irak, ‌eine Dachorganisation ​bewaffneter Gruppen, ‌teilte mit, der Abschuss sei »zur Verteidigung der Souveränität und des Luftraums unseres Landes« ‌erfolgt. 

Die iranische Armee teilte in einer vom Staatsfernsehen verbreiteten Erklärung mit, eine mit Teheran verbündete Gruppe im Irak habe das Flugzeug mit einer Rakete abgeschossen. Dabei sei die gesamte Besatzung getötet worden.

Das US-Militär hatte in der Nacht zu Freitag den Absturz eines US-Tankflugzeugs ‌vom ​Typ ‌KC-135 im Westen ‌des Irak gemeldet. ​Demnach habe dabei weder feindlicher Beschuss noch ​Eigenbeschuss ​eine Rolle gespielt. 

Holger Dambeck

USA erlauben Verkauf von russischem Erdöl

Angesichts der stark gestiegenen Energiepreise genehmigt die US-Regierung vorübergehend den Verkauf von russischem Erdöl. Das US-Finanzministerium erteilte am Donnerstag (Ortszeit) eine Lizenz, die den Verkauf von russischem Rohöl und russischen Erdölprodukten bis zum 11. April erlaubt. Am Mittwoch hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron noch erklärt, die G7-Staaten, denen die USA angehören, habe eine Lockerung der Sanktionen gegen Russland ausgeschlossen. 

US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag angesichts der gestiegenen Ölpreise infolge des Irankriegs angekündigt, einige Ölsanktionen aussetzen zu wollen. Trump äußerte sich nicht dazu, welches Land oder welche Länder von dem Schritt profitieren könnten. Der US-Präsident machte seine Aussagen aber nach einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Seit Beginn des Irankriegs am 28. Februar wurde die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, vom iranischen Militär de facto gesperrt. Die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und Iran wird von Teherans Revolutionswächtern kontrolliert. Das ließ die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.

Holger Dambeck

Irans Uno-Botschafter: Wir schließen Straße von Hormus nicht

Iran sendet widersprüchliche Signale zur Straße von Hormus. Uno-Botschafter Amir Saeid Iravani erklärte, Teheran werde die Meerenge nicht schließen. Es sei jedoch Irans Recht, die Sicherheit dort zu bewahren, sagt er Journalisten am Hauptsitz der Vereinten Nationen. Das iranische Außenministerium verlangt seinerseits, Schiffe müssten sich bei der Durchfahrt mit der Marine des Landes abstimmen, wie die Nachrichtenagentur Mehr-News meldet. Die USA und Israel seien für die Unsicherheit in der Region verantwortlich, was sich auf den Schiffsverkehr auswirke. 

Die iranischen Revolutionswächter hatten kurz zuvor mitgeteilt, sie hielten an ihrer Blockade der Straße von Hormus fest. Ihre Kommandozentrale erklärte laut der ihr nahestehenden Nachrichtenagentur Fars, dass sie einer Anweisung des neuen Religionsführers Mojtaba Khamenei folgt. Alle Tanker und Schiffe, die im Persischen Golf und in der Straße von Hormus unterwegs seien, müssten zu ihrer eigenen Sicherheit die iranischen Vorschriften beachten, hieß es weiter. 

Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist infolge des Irankriegs nahezu zum Erliegen gekommen. Die etwa 55 Kilometer breite Meeresenge zwischen Iran und dem Oman gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölexport.

Holger Dambeck

Irans Geheimdienst warnt Bevölkerung vor Massenprotesten

Der Geheimdienst der iranischen Revolutionswächter warnt die Bevölkerung des Landes vor neuen Massendemonstrationen.  Irans Staatssender Iribnews verbreitete eine Erklärung, in der Demonstrierenden noch härtere Schläge angedroht werden als bei den Protesten Ende Dezember und Anfang Januar. 

Der Geheimdienst kündigte an, »Vaterlandsverräter« rund um die Uhr zu verfolgen. Demnach schürt der »böse Feind« Angst und Straßenunruhen, weil er seine Ziele nicht auf dem Schlachtfeld erreichen konnte. 

Bei den schwersten Massenprotesten seit Jahren wurden im Januar nach Angaben des Aktivistennetzwerks HRANA mehr als 7000 Menschen getötet, unter ihnen auch mehr als 200 Staatskräfte. Ausgelöst worden waren die Demonstrationen durch eine massive Wirtschaftskrise. Einer der Protestrufe galt dem später bei amerikanisch-israelischen Angriffen getöteten Revolutionsführer Ali Khamenei: »Tod dem Diktator«.

Holger Dambeck

USA: Derzeit keine Schiffseskorte durch Straße von Hormus möglich 

Die USA sind nach Angaben von Energieminister Chris Wright aktuell nicht in der Lage, Tanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren. Die Marine werde das relativ bald tun können, gerade sei das aber noch nicht möglich, sagte Wright dem Sender CNBC. »Wir sind einfach noch nicht bereit.« 

Alle militärischen Ressourcen der USA seien aktuell darauf ausgerichtet, die offensiven Fähigkeiten Irans zu zerstören. Er halte es für wahrscheinlich, dass die US-Marine bis Ende des Monats einige Schiffe durch die Meerenge eskortieren könne, sagte Wright. 

US-Finanzminister Scott Bessent sagte dem Sender Sky News, er sei überzeugt, dass die US-Marine das so bald wie militärisch möglich machen werde – »vielleicht zusammen mit einer internationalen Koalition«. 

Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist infolge des Irankriegs nahezu zum Erliegen gekommen. Die etwa 55 Kilometer breite Meerenge zwischen Iran und dem Oman gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölexport. 

Sechs französische Soldaten bei Drohnenangriff verletzt

Bei einem Drohnenangriff auf einen gemeinsamen Stützpunkt der Peschmerga und der französischen Armee im nordirakischen Machmur sind mindestens sechs französische Soldaten verletzt worden. Dies teilen der Gouverneur von Erbil, Omed Koschnaw, und ein Vertreter der Sicherheitsbehörden mit. Die französische Armee bestätigte den Vorfall. Die Verletzten seien ins Krankenhaus gebracht worden. Die Soldaten waren den Angaben zufolge damit betraut, irakische Kräfte im Kampf gegen Terroristen zu trainieren. 

Luca Wolpers

Revolutionswächter drohen USA mit Zerstörung regionaler Energieanlagen

Die iranischen Revolutionswächter haben vor Angriffen auf den Energiesektor und die Häfen des Landes gewarnt. Im Fall des geringsten Angriffs werde Iran die Öl- und Gasvorkommen in der Region »in Brand setzen und zerstören«, hieß es laut der den Revolutionswächtern nahestehenden Nachrichtenagentur Tasnim.

Der Sprecher der Streitkräfte, Abolfasl Schekartschi, hatte bereits am Mittwoch Vergeltungsschläge für Angriffe auf iranische Häfen angekündigt. Sollte eine entsprechende US-Drohung umgesetzt werden, wäre nach seinen Worten kein Hafen oder Wirtschaftszentrum im Persischen Golf sicher. 

Luca Wolpers

Reiche: Prüfen Kriseninstrument für Erdgasversorgung

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche erwägt laut »Handelsblatt« staatliche Eingriffe in die Erdgasversorgung. Man werde »wahrscheinlich beim Erdgas etwas nachsteuern«, sagte Reiche der Zeitung. Ihr Haus prüfe derzeit, »welches das geeignete Kriseninstrument« sei.

Luca Wolpers

Lesetipp: Für Netanyahu ist es ein Lebenstraum, für Trump eine riskante Wette

Israels Premier hat dem US-Präsidenten den Krieg gegen Iran abgerungen. Doch meine Kollegin Julia Amalia Heyer sowie mein Kollege Thore Schröder schreiben, dass die Ziele von Benjamin Netanyahu und Donald Trump zunehmend auseinanderdriften. Wieso, lesen Sie hier. 

Die USA und Israel setzen ihre Angriffe gegen Iran und dessen Verbündete fort, das Regime in Teheran antwortet mit Gegenangriffen. Wir halten Sie hier über die Entwicklungen in Nahost und die Auswirkungen jenseits der Region auf dem Laufenden.

Die Ereignisse vom Donnerstag finden Sie hier.

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