Zwei weitere iranische Teammitglieder erhalten Asyl in Australien

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Bei den beiden neu hinzugekommenen Personen handelt es sich laut Burke um eine Spielerin sowie eine Mitarbeiterin des Teams. Beide hätten ihren Asylantrag gestellt, bevor ihre Kolleginnen zum Flughafen gebracht wurden.

Asylangebot bei der Grenzkontrolle

Die übrige Mannschaft verließ Australien am späten Dienstagabend Ortszeit in Richtung Iran. Die Abreise verlief angespannt: Vor dem Hotel des Teams sowie am Flughafen kam es zu Protesten iranischstämmiger Australierinnen und Australier. Sie versuchten, die Ausreise der Spielerinnen zu verhindern, weil sie um deren Sicherheit in Iran fürchteten.

Nach Angaben des Ministers wurden die Frauen beim Passieren der Grenzkontrolle einzeln von australischen Beamtinnen und Beamten sowie Dolmetschern beiseitegenommen. Begleitpersonen des Teams seien dabei nicht anwesend gewesen.

Allen Spielerinnen sei die Möglichkeit angeboten worden, Asyl zu beantragen. »Sie hatten die Wahl«, sagte Burke. »Wir haben darauf geachtet, dass es keine Eile und keinen Druck gab.«

Turnierreise vor Beginn des Kriegs

Die Frauen, die sich für einen Asylantrag entschieden, erhielten zunächst befristete humanitäre Visa. Diese eröffneten perspektivisch auch einen Weg zu einer dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung in Australien, so Burke.

Beim ersten Gruppenspiel des Turniers hatten die Spielerinnen beim Abspielen ihrer Nationalhymne geschwiegen. Dies wurde in ihrer Heimat als Zeichen gegen die iranischen Machthaber gewertet – befürchtet wurde, dass ihnen nach der Rückkehr schlimme Konsequenzen drohen könnten.

Die iranische Mannschaft war im vergangenen Monat zur Frauen-Asienmeisterschaft nach Australien gereist – noch bevor am 28. Februar der Krieg in Iran begann. Nachdem das Team am Wochenende aus dem Turnier ausgeschieden war, stand für die Spielerinnen eigentlich die Rückkehr in ein Land an, das derzeit bombardiert wird.

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