Iran: Neue Atomgespräche zwischen USA und Iran in Genf

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Krisendiplomatie in der Schweiz Oman lädt USA und Iran nach Genf

Neue Gespräche im Atomstreit: Nach indirekten Kontakten im Oman soll nun in der Schweiz weiterverhandelt werden. US-Präsident Trump erhöht indes den Druck auf Iran, der die Aufhebung von Sanktionen fordert.

15.02.2026, 08.15 Uhr

 unterwegs in heikler Mission

Präsidentenberater Jared Kushner und der US-Sondergesandte Steve Witkoff: unterwegs in heikler Mission

Foto: Michel Euler / AP / dpa

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Der Oman soll in der kommenden Woche in Genf eine weitere Gesprächsrunde zwischen den USA und Iran ausrichten, die eine Einigung im Atomstreit herbeiführen soll. »Die Schweiz ist jederzeit bereit, ihre guten Dienste anzubieten, um den Dialog zwischen den Vereinigten Staaten und Iran zu erleichtern«, teilte dazu ein Sprecher des schweizerischen Außenministeriums der Nachrichtenagentur AFP am Samstag mit.

Die Eidgenossenschaft sei in Kontakt mit allen Parteien und »begrüßt und unterstützt diese Gespräche«, betonte der Sprecher. An welchem Tag die Gespräche stattfinden sollen, teilte er nicht mit.

Anfang Februar hatte der iranische Außenminister Abbas Araghchi im Oman indirekte Gespräche mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und dem Präsidentenberater und Schwiegersohn Trumps, Jared Kushner, geführt. Als Vermittler war bereits bei dieser Runde der Oman tätig.

Iran sei bereit, Kompromisse in Betracht zu ziehen, um ein Atomabkommen mit den USA zu erreichen, wenn Washington bereit sei, über die Aufhebung von Sanktionen zu sprechen, sagte Irans stellvertretender Außenminister Majid Takht Ravanchi in einem am Sonntag veröffentlichten BBC-Interview.

US-Präsident Donald Trump hat Iran mit einem Militäreinsatz gedroht, sollte es nicht zu einer Einigung im Atomstreit kommen. Die derzeitigen Gespräche sind die ersten Verhandlungen seit dem zwölftägigen Krieg zwischen Israel und Iran im vergangenen Juni. Die USA hatten an der Seite Israels eingegriffen und mehrere Atomanlagen in Iran bombardiert.

Am Freitag erklärte Trump, ein Regierungswechsel in Iran sei »das Beste, was passieren könnte«. Die USA entsandten zudem einen zweiten Flugzeugträger in die Region, um den Druck auf Teheran zu verstärken. Greift Donald Trump an oder lässt sich ein Krieg mit Iran noch verhindern? Lesen Sie hier die Einschätzung eines Iranexperten .

Die Schweiz spielt für die diplomatischen Beziehungen zwischen Iran und den USA seit Jahrzehnten eine wichtige Rolle. Der neutrale Staat vertritt die Interessen der USA in Iran, seit Washington nach einer Geiselnahme von Dutzenden US-Bürgern in Teheran 1980 die Beziehungen abgebrochen hat. Somit hat die Schweiz es beiden verfeindeten Staaten ermöglicht, ein Minimum an diplomatischen Beziehungen aufrechtzuerhalten.

Die USA werden ihrerseits in der kommenden Woche Gespräche in Genf ausrichten, bei denen Russland und die Ukraine über ein mögliches Kriegsende verhandeln sollen. Moskau und Kyjiw bestätigten die geplanten Verhandlungen.

US-Präsident Trump ist bemüht, einen Frieden in dem seit bald vier Jahren andauernden russischen Angriffskrieg in der Ukraine herbeizuführen. Zwei Gesprächsrunden zwischen Vertretern Russlands und der Ukraine in Abu Dhabi hatten in den vergangenen Monaten jedoch keinen Durchbruch gebracht.

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