Iran-Krieg: Klerus drängt auf Abbruch der Gespräche mit den USA

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Kleriker beten in Schahr-e-Rai, südlich von Teheran
Kleriker beten in Schahr-e-Rai, südlich von Teheran

Kleriker beten in Schahr-e-Rai, südlich von Teheran

Foto: Vahid Salemi / AP / dpa

Die Lage zwischen den USA und Iran bleibt extrem angespannt. Nach den jüngsten US-Angriffen mehren sich in Iran die Forderungen, die Gespräche mit Washington abzubrechen.

In einer Erklärung der theologischen Zentren der Pilgerstadt Ghom werden Präsident, Sicherheitsrat und das iranische Verhandlungsteam aufgefordert, die Verhandlungen im Falle eines erneuten Vertragsbruchs der USA umgehend zu beenden. Der Appell wurde vom staatlichen Sender Irib  verbreitet.

Zuletzt war es trotz einer vereinbarten Waffenruhe erneut zu gegenseitigen Angriffen gekommen. Die USA attackierten Ziele in Iran, nachdem Teheran nach US-Angaben innerhalb weniger Tage zweimal Schiffe in der Straße von Hormus angegriffen haben soll.

Iran hatte zuvor erklärt, eine sichere Passage durch die strategisch wichtige Meerenge sei nur auf den von Teheran festgelegten Routen gewährleistet.

Die theologischen Zentren in Ghom gehören zu den einflussreichsten Institutionen der Islamischen Republik. Seit der von Ruhollah Khomeini angeführten Revolution von 1979 gelten sie als ideologisches Zentrum des Landes und verfügen über erheblichen Einfluss auf politische Entscheidungen.

Auch Medien, die den iranischen Revolutionswächter nahestehen, halten weitere Gespräche mit den USA für kaum noch vertretbar. Ihrer Darstellung zufolge haben die jüngsten US-Angriffe bereits gegen den ersten und zentralen Punkt des Rahmenabkommens verstoßen, da dieses ein Ende der Kampfhandlungen vorsieht. Unter diesen Bedingungen seien Verhandlungen aus ihrer Sicht sinnlos.

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