Die militärischen Spannungen zwischen den USA und Iran nehmen zu. US-Vizepräsident JD Vance beschwichtigt nun, dass ein möglicher Krieg keine lange Sache werden solle.
In einem Interview mit der »Washington Post« gab Vance am Donnerstag an, nicht zu wissen, wie sich Präsident Donald Trump mit Blick auf Iran entscheiden werde. Als Optionen beschrieb er sowohl Militärschläge »um sicherzustellen, dass Iran keine Atomwaffe bekommt« als auch eine diplomatische Lösung. Aber: »Die Vorstellung, dass wir jahrelang und ohne absehbares Ende in einem Krieg im Nahen Osten sein werden – das wird auf keinen Fall passieren.«
Vance verwies auf die begrenzten US-Angriffe auf iranische Atomanlagen im vergangenen Jahr sowie auf den Militäreinsatz in Venezuela im Januar, die »sehr klar definiert« gewesen seien. Alle würden die »diplomatische Option« bevorzugen, betonte der US-Vizepräsident
Neue Gespräche in Wien
Am Donnerstag hatte vor dem Hintergrund militärischer Spannungen eine dritte indirekte Verhandlungsrunde zwischen den USA und Iran stattgefunden. Einen Durchbruch bei dem Treffen in Genf gab es zunächst nicht. Omans Außenminister Badr al-Bussaidi, der zwischen beiden Seiten vermittelt, kündigte jedoch neue Gespräche für kommende Woche in Wien an.
Trump droht Teheran mit einem Militäreinsatz, sollte es bis Anfang März nicht zu einer Einigung kommen. Bei den Verhandlungen geht es unter anderem um das umstrittene iranische Atomprogramm. Die USA wollen verhindern, dass die Führung in Teheran Atomwaffen entwickelt. Irans Regierung bestreitet entsprechende Absichten, zeigt sich jedoch bereit, ihr Nuklearprogramm zu begrenzen. Im Gegenzug fordert Teheran die Aufhebung harter Wirtschaftssanktionen.

vor 2 Tage
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