Internationale Atomenergiebehörde: IAEA meldet Aktivitäten rund um iranische Atomanlagen

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Die IAEA fordert dringend Zugang zu iranischen Atomanlagen. Auf Satellitenbildern wurden Aktivitäten beobachtet – auch in Isfahan, wo hochangereichertes Uran lagern soll.

27. Februar 2026, 16:47 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, AP, Reuters,

 Die IAEA hat am Eingang Fahrzeuge gesichtet.
Eine Satellitenaufnahme der iranischen Atomanlage Isfahan vom 10. Februar: Die IAEA hat am Eingang Fahrzeuge gesichtet. © Vantor/​via Reuters

Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) haben auf Satellitenbildern Aktivitäten rund um mehrere iranische Atomanlagen beobachtet. Am Eingang zu einer Tunnelanlage der iranischen Atomanlage Isfahan seien regelmäßig Fahrzeuge unterwegs, teilte der Chef der IAEA, Rafael Grossi, in einem neuen Bericht mit. Die Satellitenbilder deuten demnach auch auf Aktivitäten in den Atomanlagen Natans und Fordow hin.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf den Bericht meldet, lagert in Isfahan Uran, das bis zu 60 Prozent angereichert ist. Für Atomwaffen sind rund ⁠90 ⁠Prozent nötig.

Es sei "unverzichtbar und dringend", dass Teheran umfassende Inspektionen erlaube, schrieb Grossi. Die IAEA könne derzeit nicht überprüfen, ob der Iran die Herstellung von angereichertem Uran eingestellt habe, und wie viel Uran derzeit vorhanden sei, hieß es in dem Bericht.

Israel und die Vereinigten Staaten hatten im vergangenen Juni eine Reihe von wichtigen Atomanlagen im Iran bombardiert, um zu verhindern, dass die Islamische Republik Atomwaffen herstellen kann. Seitdem hat der Iran keine IAEA-Inspektionen in den zerstörten Standorten zugelassen, sie sind nur mittels Satelliten im Blick der Experten.

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