In-Ear-Kopfhörer AKG N5 Hybrid für 149 Euro im Test: Hi-Res per USB-C-Dongle

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Die In-Ear-Kopfhörer AKG N5 Hybrid funken per USB-C-Dongle latenzarm mit 2,4 GHz und liefern Hi-Res-Klang auch am iPhone ohne LDAC-Unterstützung.

AKG schafft mit den In-Ear-Kopfhörern N5 Hybrid den Spagat zwischen Bluetooth- und Funkübertragung. Hochauflösender Sound wird dadurch auch auf Geräten möglich, die den LDAC-Codec gar nicht unterstützen – wie etwa Apples aktuelle iPhone-Modelle mit USB-C-Anschluss. Auch macht sich AKG die Nähe zu JBL zunutze, was sich beim Design, bei bestimmten Features und in der gelungenen Begleit-App zeigt. Statt der UVP von 279,99 Euro kosten die N5 Hybrid mittlerweile 149 Euro. Im Test schauen wir uns an, wie gut das Zusammenspiel wirklich ist.

Design und Tragekomfort der AKG N5 Hybrid

Optisch fallen die AKG N5 Hybrid mit ihren starken JBL-Vibes auf. Das Design erinnert an die JBL Tour Pro 2 (Testbericht) und die JBL Tour Pro 3. Aus der bauchigen Form ragt ein breiter, flacher Stiel mit glänzender Umrandung und fettem AKG-Schriftzug. Bei der Farbauswahl bleibt es mit Schwarz und Weiß klassisch. Das klotzige Ladecase wiegt 48,4 g, ist Ton in Ton gehalten und trägt den AKG-Schriftzug auf dem Deckel. Praktisch: Im Case findet auch der USB-C-Dongle Platz – der USB-A-auf-C-Adapter allerdings nicht.

Die Buds sitzen mit jeweils 6 g angenehm leicht in den Ohren. Zum Anpassen liegen allerdings nur drei Aufsatzpaare aus Silikon bei. In unserem Fall passt es damit prima. Der Halt ist so gut, dass die Ohrhörer selbst beim Krafttraining im Gym nur äußerst selten verrutschen. Dazu gibt es Staub- und Spritzwasserschutz nach IP54. Ein schweißtreibendes Workout oder Joggen im Regen sind damit kein Problem. Das Ladecase ist nach IP52 gegen Staub und Tropfwasser geschützt.

AKG N5 Hybrid Bilder

AKG N5 Hybrid

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AKG N5 Hybrid

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Bedienung und App der AKG N5 Hybrid

Dank Google Fast Pair und Microsoft Swift Pair koppeln die AKG N5 Hybrid schnell mit Android- und Windows-Geräten. Auch die manuelle Kopplung gelingt zügig. Noch einfacher geht es mit dem USB-C-Dongle: einstecken, den Kopplungsknopf am Dongle drücken, fertig.

Bei der Bedienung direkt über die Ohrhörer macht die Tipp-Steuerung einen souveränen Eindruck, reagiert für unseren Geschmack allerdings etwas zu träge. Beim Doppeltipp darf man nicht zu schnell antippen, sonst erkennen die In-Ear-Kopfhörer nur einen Tipp. Daran mussten wir uns erst gewöhnen. Die Bedienung lässt sich außerdem nicht individuell anpassen, was mittlerweile Standard ist. Immerhin bietet die Begleit-App drei vorgefertigte Belegungen: Wiedergabesteuerung, Umgebungsgeräusch-Kontrolle und Lautstärkeregler. So bleibt zumindest ein gewisser Spielraum.

Die App selbst ist gut strukturiert. Zu den Highlights zählen ein 10-Band-Equalizer mit sechs Presets, die Klangpersonalisierung Personi-Fi 2.0 und das Dongle-Feature. Im Dongle-Modus stehen die App-Funktionen allerdings nur zur Verfügung, wenn zusätzlich eine Bluetooth-Verbindung zum Gerät besteht.

AKG N5 Hybrid Screenshot

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Features

Die AKG N5 Hybrid verbinden sich entweder über Bluetooth 5.3 inklusive Multipoint für zwei Geräte gleichzeitig – oder über eine latenzarme 2,4-GHz-Funkverbindung per USB-C-Dongle. Für breiteren Einsatz liegt ein USB-A-Adapter bei. Die Funkverbindung bietet nicht nur die höhere Qualität, sondern auch mehr Reichweite. An Codecs stehen SBC, AAC und mit LDAC eine Hi-Res-Variante zur Wahl.

Weitere Highlights sind Spatial Audio, das Hörprofil über Personi-Fi 2.0, Wireless Charging und ein Low-Lag-Modus für Filme und Games. Einige Funktionen schließen sich gegenseitig aus: Ist der LDAC-Codec aktiviert, stehen Spatial Audio und Personi-Fi nicht zur Verfügung. Eine Besonderheit ist der Smart-Talk-Modus: Der Ton pausiert automatisch, sobald man zu sprechen beginnt. Das erspart das hektische Herausnehmen bei spontanen Gesprächen. Das Feature kennen wir von JBL – und lieben es. Bei einer Funkverbindung lässt es sich allerdings nicht zuschalten.

Akku

AKG liegt mit seinen eigenen Akkulaufzeit-Angaben sehr nahe an unserer Testerfahrung: Ohne ANC und über Bluetooth spielen die In-Ear-Kopfhörer bis zu 10 h. Mit aktivierter Geräuschunterdrückung sind bis zu 6 h möglich. Kommt die Verbindung über den Dongle zustande, reduziert sich die Laufzeit auf etwa 4 bis 5 h. Ähnliches gilt, sobald der LDAC-Codec zum Einsatz kommt. Inklusive Ladecase gibt AKG 40 h über Bluetooth und 18 h über den Dongle an, jeweils ohne ANC.

15 min Laden reichen für rund 4,5 h Wiedergabezeit. Die leeren Ohrhörer sind im Qi-fähigen Ladecase nach rund 40 min wieder voll, insgesamt lädt das Case sie zweimal vollständig auf. Das Case selbst ist über das beigelegte Ladekabel in rund 2 h voll, über Wireless Charging dauert es deutlich länger.

AKG N5 Hybrid

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Klangqualität der AKG N5 Hybrid

Die dynamischen 10-mm-Treiber der AKG N5 Hybrid liefern mit ihren DLC-beschichteten Membranen gut ab. Der Klang erinnert stark an die JBL-Elite, macht einfach Spaß und ist besonders schön in den Mitten. Über die sechs Klang-Presets oder den 10-Band-Equalizer lässt sich der Sound nach Belieben anpassen. Hier ist aber bestenfalls Feintuning gefragt. Über Spatial Audio gehen Stereo-Inhalte noch einmal hörbar in die Breite; der Raumklang lässt sich in der AKG-App auf Film, Musik oder Gaming münzen.

Am besten gefällt uns der Sound mit aktiviertem LDAC-Codec. Unterstützt das Smartphone ihn nicht, wie etwa die aktuellen iPhone-Modelle, kommt der Dongle ins Spiel – und Apples nervige AAC-Limitierung ist passé. Toll!

Von der Sprachqualität beim Telefonieren sind wir ebenfalls angetan. In den N5 Hybrid stecken insgesamt sechs Mikrofone, deren Empfindlichkeit sich über die App anpassen lässt. Die Stimmenwiedergabe ist schön warm. Auf Wunsch leiten die In-Ear-Kopfhörer die eigene Stimme ins Ohr und regeln auch deren Lautstärke. Dazu lässt sich ein Schallpegel-Optimierer zuschalten, der die Stimme des Gegenübers immer angenehm hält. So machen auch längere Gespräche Spaß.

ANC

Die – auf Wunsch adaptive – Geräuschunterdrückung der AKG N5 Hybrid macht grundsätzlich einen guten Job. Ohne laufende Musik blendet sie tiefe, gleichmäßige Störgeräusche nahezu vollständig aus. Mittlere Frequenzbereiche wie menschliche Stimmen rücken in weite Ferne. Im hohen, unregelmäßigen Frequenzbereich stößt das ANC dann jedoch klar an seine Grenzen. Hier dämpft es nur leicht bis gar nicht, was zum Beispiel in einem Café sehr deutlich wird. Die ANC-Elite von Sony, Bose oder Apple arbeitet hier deutlich effektiver.

Ähnliches gilt für den Transparenzmodus: Zwar gibt er die Umwelt natürlich und mit kaum hörbarem Grundrauschen wieder. Beim Sprechen dröhnt die eigene Stimme dann aber so unangenehm stark in den Ohren, dass man die Ohrhörer lieber direkt herausnimmt. Das bekommen andere In-Ear-Kopfhörer deutlich besser hin, wie etwa die Huawei Freebuds 7i (Testbericht).

Preis: Was kosten die AKG N5 Hybrid?

Mit einer UVP von 279,99 Euro siedeln sich die AKG N5 Hybrid im Premium-Segment der In-Ear-Kopfhörer mit ANC an. Beide Farbvarianten gibt es im Handel aber schon ab 149 Euro.

Fazit

Die AKG N5 Hybrid beweisen sich im Test als grundsolide In-Ear-Kopfhörer mit gutem ANC, spaßigem Klang und vielen Funktionen – dazu kommt ein Killer-Feature, das wir gerne häufiger sehen würden: Der beigelegte 2,4-GHz-Dongle macht die In-Ears nicht nur breit einsetzbar, sondern liefert hochauflösenden Sound auch von Geräten ohne LDAC-Unterstützung. So umgehen iPhone-Nutzer Apples hausgemachte AAC-Limitierung und genießen (endlich) Hi-Res-Klang.

Schwächen bleiben das ANC im hohen Frequenzbereich, der dröhnende Transparenzmodus und die träge Touch-Steuerung, die sich nicht anpassen lässt.

Über diesen Kniff stechen die N5 Hybrid deutlich aus der Masse heraus und werden durch den stark gesunkenen Preis von 149 Euro zu einer klaren Kaufempfehlung für alle, die das Dongle-Feature regelmäßig nutzen wollen. Wer darauf verzichten kann, findet schnell ähnlich gute Performer am Markt, wie etwa die Nothing Ear 3rd Gen (Testbericht).

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