Das Update auf Android 17 ist fertig und steht seit dem 16. Juni zuerst für Pixel-Geräte zur Installation bereit. Die neue Android-Iteration enthält allerlei Neuerungen – inklusive einer umfangreichen Überarbeitung des Datenumzugs von iPhones zu Android. Was das überarbeitete Umzugs-Tool nun alles übertragen kann, erklärt Googles Product Lead für Onboarding, Settings und Switching auf Android, Paul Dunlop.
Kein Kabel, keine Extra-Apps
Google hat die neue Transferfunktion in seiner Ankündigung von Android 17 nur als eines von vielen Features erwähnt. Dunlop führt in mehreren Beiträgen auf Threads aus, was das Tool an Daten übertragen kann und dass Google dafür eng mit Apple zusammengearbeitet habe, um neue Schnittstellen zu entwickeln. Die Pläne für einen umfangreicheren Datentransfer zwischen den Ökosystemen kündigten die beiden Unternehmen im Dezember 2025 an, was die EU damals begrüßte.
Zunächst hebt Dunlop hervor, dass der Datenumzug komplett drahtlos verlaufe, man benötige keinerlei Kabel oder Adapter mehr. Er sagt, Google unterstütze nach wie vor vollständig kabelgebundene Übertragungen, „aber bei der Datenmigration ausschließlich über WLAN gehen wir keinerlei Kompromisse ein“.
Ferner ist auf der Android-Seite keine Installation einer zusätzlichen App und keine Erteilung komplexer Berechtigungen mehr nötig, wie es bisher der Fall war. Die neue Android-Switch-Version ist direkt in Android 17 eingebacken. Auch auf der Apple-Seite sei keine App-Installation mehr notwendig. Apple hatte den einfacheren Datentransfer schon mit iOS 26.3 eingeführt.
Mehr Daten
Nicht nur der Prozess sei mit Android 17 bequemer geworden, auch der Umfang der unterstützten Datentypen: Es lassen sich nun Passwörter, Passkeys, WLAN-Zugangsdaten und Wecker nahtlos übertragen, erklärt Dunlop. Auch Dateien und Ordner, Kalenderanhänge, der Anrufverlauf, verschlüsselte RCS-Nachrichten sowie Anhänge und Labels in Apple Notes sind nun übertragbar.
Ebenso Teil des Ökosystem-Umzugs: SMS-, MMS- und iMessage-Unterhaltungen werden dem Produktmanager zufolge vollständig übertragen – inklusive großer Familien-Gruppenchats, Reaktionen, Sticker und Threads. Dank der engen Zusammenarbeit sei es durch neue APIs möglich, Apps zu migrieren: „Wenn der Entwickler diese Funktion aktiviert, werden Ihre Apps nicht nur neu installiert – Ihre In-App-Daten bleiben auch sicher erhalten,“ so Dunlop.
Hintergrundbilder, Layouts, eSIM
Neben den kompletten Daten lasse sich selbst das Startbildschirm-Layout und App-Anordnungen mit nur wenigen Eingaben vom iPhone auf Android (und vermutlich auch umgekehrt) übertragen. Ebenso lassen sich Hintergrundbilder mitnehmen. Zudem konfiguriere das Tool wichtige Barrierefreiheits-Einstellungen.
Weiter soll das Tool auch auf dem Gerät gespeicherte eSIMs übertragen, ohne dass Nutzer zusätzliche Schritte vornehmen müssen. Welche Netzbetreiber mitspielen, erklärt Dunlop nicht, es heißt lediglich: „Wir arbeiten aktiv daran, diese Unterstützung weltweit auf weitere Netzbetreiber auszuweiten.“ Schließlich ist es laut Dunlop auch möglich, das Google-Konto direkt vom iPhone auf ein neues Android-Gerät zu übertragen. Der Prozess erfolge automatisch, inklusive der Anmeldung – man müsse sich keine Passwörter merken oder eingeben.
Laut Dunlop wird die Funktion mit dem Android-17-Update auf Pixel-Geräte zunächst für einen „kleinen Prozentsatz“ an Geräten eingeführt. Die neue Transferfunktion werde „in den kommenden Wochen und Monaten“ ausgeweitet, sodass auch Nicht-Pixel-Geräte mit Android 17 diese Upgrades erhalten werden. Wie nahtlos und umfangreich das Ganze wirklich abläuft, wird sich erst noch zeigen müssen.
(afl)









English (US) ·