Ilzer: "Leipzigs Aus macht es nicht einfacher"

vor 1 Tag 1

Den Trainerwechseleffekt beim kommenden Gegner RB Leipzig hat Christian Ilzer bereits registriert - einfacher macht der die Aufgabe für die TSG Hoffenheim sicher nicht.

Schon in Leipzig wieder eine Option? Adam Hlozek (re.), nimmt hier im Ligaspiel gegen Wolfsburg die Anweisungen von Trainer Christian Ilzer entgegen.

Schon in Leipzig wieder eine Option? Adam Hlozek (re.), nimmt hier im Ligaspiel gegen Wolfsburg die Anweisungen von Trainer Christian Ilzer entgegen. picture alliance / Ralf Poller/Avanti

"Das war eine gute Leistung, sie hatten sicher nicht den glücklicheren Spielverlauf", sagte der Trainer der TSG Hoffenheim zwei Tage vor dem Duell bei den Sachsen am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) über deren Niederlage im DFB-Pokal-Halbfinale beim VfB Stuttgart am Mittwochabend, bei dem erstmals nach der Trennung von Marco Rose Übergangscoach Zsolt Löw auf der Bank saß. "Leipzig war auf keinen Fall das schlechtere Team. Wenn ich das Ergebnis rausnehme, waren sie über weite Strecken besser."

"Eckpfeiler der Grundphilosophie werden wiederbelebt"

Erkenntnisse jedenfalls lieferte das spannende wie rasante Pokalduell in jedem Fall für Ilzer. Etwa die folgende: "Man hat in Stuttgart gesehen, in welche Richtung es gehen wird. Da werden die Eckpfeiler der Grundphilosophie wiederbelebt." Entsprechend erwartet der Österreicher eine "Hochgeschwindigkeitsmannschaft mit enormer Qualität". Noch dazu eine hochmotivierte, wie Ilzer klarstellte: "Das Ausscheiden macht unsere Aufgabe sicher nicht einfacher."

Allerdings mag der 47-Jährige den Fokus nicht ausschließlich auf den Konkurrenten legen, sondern betont: "Durch den Trainerwechsel ändert sich unsere Vorbereitung nicht, wir beschäftigen uns mit unseren eigenen Themen." Eines davon ist mangelnde Durchschlagskraft in der Offensive. Weder beim 1:1 gegen den 1.FC Heidenheim noch beim 0:1 beim FC St. Pauli oder beim 1:1 gegen den FC Augsburg gelang der TSG zuletzt ein Treffer aus dem Spiel heraus.

Hlozeks Fuß verkraftet die Belastung bislang gut

Für seine Elf gehe es um Detailarbeit, etwa die Frage: "Welche Lösungen finden wir, wenn der Ball in der Mitte ist, wenn er auf der Halbspur ist, wenn er auf der Außenspur ist?" Aber eben auch darum, die zuletzt gewonnene defensive Stabilität nicht zu verlieren. Da trifft es sich gut, dass die Offensive der TSG dieser Tage wieder qualitativen Zuwachs bekommen hat.

Adam Hlozek nahm nach seiner Mittelfuß-Operation in dieser Woche Teile des Mannschaftstraining wieder auf (der kicker berichtete). Und laut seinem Cheftrainer hat der Tscheche die bisherigen Einheiten gut verkraftet: "Die Hoffnung besteht noch auf einen Kaderplatz. Der Fuß hat auf die starke Belastung gar nicht mehr reagiert." Allerdings sei es auch so, dass man bei dem Offensivmann nach der fast zweimonatigen Pause "seine fußballspezifische Fitness auf das Niveau bringen" müsse. Hlozek im Vorfeld des für den Klassenerhalt entscheidenden Schlussspurts zu verheizen wegen einer Partie als Joker wäre in der Tat unsinnig aus Hoffenheimer Sicht.

Auch bei Moerstedt entscheidet das Abschlusstraining

Beim 22-Jährigen wird laut Ilzer das Abschlusstraining am Freitag über eine Nominierung entscheiden, genauso bei Max Moerstedt. Der U-17-Weltmeister war zuletzt gegen Augsburg wegen Achillessehnenproblemen geschont worden. Eine Rückkehr des 19-Jährigen würde die ohnehin schon angespannte Konkurrenzsituation im Angriff weiter erhöhen.

Benni Hofmann

Gesamten Artikel lesen