Huthi-Miliz im Jemen: Huthis verhängen Seeblockade gegen Saudi-Arabien

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Neben der Straße von Hormus könnte eine zweite Meerenge zum Problem für die Schifffahrt von und nach Saudi-Arabien werden: Die Huthi-Miliz hat eine Seeblockade verkündet.

Quelle: DIE ZEIT, AP, Reuters, 20. Juli 2026, 15:37 Uhr

Huthi Jemen Seeblockade Saudi-Arabien Bab al-Mandab
Der ⁠Zugang zum Roten Meer: die Meerenge Bab al-Mandab vor der Küsten Jemens © 2026 Planet Labs PBC/​Handout/​REUTERS

Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz ​im Jemen hat eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien verkündet. Jahja Sari, ein Sprecher der Huthis, teilte per Video mit, die Blockade trete ⁠mit sofortiger Wirkung in Kraft. Sie richte sich »gegen den kriminellen saudi-arabischen Feind« und basiere auf ​dem Prinzip »Auge um Auge«. Der Schritt sei eine ​Reaktion auf die seit fast zwölf Jahren andauernde »ungerechte und unterdrückende Belagerung« des jemenitischen ‌Volkes durch ⁠Saudi-Arabien, durch die Ressourcen ​im Jemen geplündert sowie Häfen und Flughäfen blockiert würden.

Bereits vergangene Woche hatten die Huthis Saudi-Arabien mit Angriffen auf Ölanlagen ​gedroht, sollte sich das Nachbarland an einer »umfassenden Aggression« gegen den Jemen beteiligen. Zudem gab es Berichte, wonach die iranische Führung die Miliz gebeten hatte, sich auf eine Sperrung des Seeweges für Öltransporte im Roten Meer vorzubereiten.

Vor der Küste des Jemen liegt der ⁠Zugang zum Roten Meer – die Meerenge Bab al-Mandab. Diese ​ist für die internationale Schifffahrt ähnlich wichtig wie der Persische Golf, der durch die Straße von Hormus erreicht wird. Am Roten Meer liegen neben dem Jemen unter anderem Ägypten, der Sudan, Saudi-Arabien, Jordanien sowie Israel. Saudi-Arabien grenzt im Westen an das Rote Meer, im Osten an den Persischen Golf.

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