Hoffnung aufs Comeback: Bernardo gut im Zeitplan

vor 2 Tage 1

Für den VfL Bochum geht es am Samstag darum, gegen Stuttgart unbedingt die dritte Heimniederlage in Folge zu vermeiden. Helfen könnte dabei ein ziemlich überraschendes Comeback.

 Bochums Bernardo.

Könnte schon am Samstag gegen den VfB zurückkehren: Bochums Bernardo. picture alliance / pepphoto

Am Dienstag jedenfalls kehrte Bernardo, zuletzt wegen Achillessehnen- und Kniebeschwerden außer Gefecht, auf den Trainingsplatz zurück. Noch nicht ins Mannschaftstraining, aber so langsam soll die Belastungen gesteigert werden. Vielleicht klappt es in den nächsten Tagen schon mit intensiveren Einheiten für den Brasilianer.

Ganz genau wird natürlich verfolgt, wie der Körper des technisch starken Abwehrmannes reagiert. Zumindest ist nicht ausgeschlossen, dass Bernardo womöglich schon zum nächsten Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) gegen den VfB Stuttgart zurückkehrt.

Dann will der VfL Bochum unbedingt vermeiden, die dritte Heimniederlage in Folge zu kassieren. Zumindest in großen Teilen war Dieter Hecking am vergangenen Freitag mit der Leistung seiner Mannschaft beim 1:3 in Leverkusen einverstanden, in ähnlicher Verfassung soll sich die Truppe gegen den VfB präsentieren.

Boadu winkt ein längerer Einsatz

Dann kann womöglich Torjäger Myron Boadu wieder etwas länger zum Einsatz kommen, dem zuletzt nur Kurzeinsätze vergönnt waren. Der äußerst verletzungsanfällige Niederländer wäre natürlich eine Bank im Angriff als Spieler, der mit einem feinen Torinstinkt gesegnet ist und sein Können zuletzt ja auch schon aufblitzen ließ.

Myron Boady

Edeljoker oder doch mal wieder ein Startelfkandidat? Myron Boadu. IMAGO/DeFodi Images

Unvergessen, wie Boadu Mitte Januar quasi im Alleingang die Partie gegen Leipzig drehte und mit seinem Dreierpack aus einem 0:3 noch ein 3:3 machte. Allmählich kommt der 24-Jährige wieder auf Touren, hat seinen körperlichen Rückstand aufgearbeitet und präsentiert sich im Training in sehr ansprechender Verfassung.

Womöglich gehört Boadu allerdings gegen Stuttgart nicht zur Startelf, doch einen so starken Torjäger auf der Bank zu wissen, ist natürlich erst mal ein Pfund. Sieben Tore hat der von AS Monaco ausgeliehene Angreifer bereits erzielt, allerdings auch viele Spiele verpasst wegen diverser körperlicher Beschwerden.

Heimspiel-Doppel im Abstiegskampf

In welcher Besetzung auch immer, am Samstag treffen im Ruhrstadion die beiden laufschwächsten Mannschaften der Liga aufeinander. Der VfB Stuttgart legte im Schnitt lediglich 114,8 Kilometer pro Partie zurück, Bochum gar nur 113,3 km.

Auch in anderen Bereichen ist der Tabellen-17. der Bundesliga sogar das Schlusslicht. Die Mannschaft von Dieter Hecking leistete sich bisher die meisten Fouls, und der Anteil an langen Pässen ist prozentual beim VfL Bochum am höchsten, ganz ungeachtet der Tatsache, dass sich die Mannschaft unter Hecking auch spielerisch enorm weiter entwickelt hat. Das soll der VfL am Samstag gegen Stuttgart unbedingt zeigen.

Und schon eine Woche darauf hat Heckings Team ebenfalls im Ruhrstadion gegen Augsburg die nächste Möglichkeit, seine Situation im Abstiegskampf zu verbessern. Im Heimspiel-Doppel setzt der VfL natürlich auf den Faktor Ruhrstadion und die massive Unterstützung der eigenen Fans. Zuletzt allerdings konnte Bochum zu Hause zwei Mal in Folge nicht punkten. Auf ein 0:1 gegen Hoffenheim folgte ein 1:3 gegen Frankfurt.

Drei Heim-Niederlagen am Stück gab es für den VfL übrigens zuletzt zum Saisonstart 2022/23. Da verlor Thomas Reis drei Heimspiele als VfL-Coach - und wurde beurlaubt.

Oliver Bitter

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