Hitze: Japan testet ersten »Menschenkühlschrank« gegen extreme Temperaturen

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Angesichts immer häufigerer Hitzewellen haben zwei japanische Unternehmen eine ungewöhnliche Kühlhilfe vorgestellt. Die begehbare Kühlkabine Do Hiemon soll Menschen innerhalb weniger Minuten spürbar abkühlen und so vor den Folgen extremer Hitze schützen.

Die rund zwei Meter hohe Edelstahlbox hält im Inneren eine Temperatur von 15 Grad Celsius. Zusätzlich bläst ein fünf Grad kalter Luftstrom gezielt auf den Kopf, Nacken, Schultern und Rücken.

Der Hersteller ist die japanische Firma SDRS, die auf Kühl- und Wärmetechnik sowie Verkaufsautomaten und Kühlsysteme für den Einzelhandel spezialisiert ist. Vertriebspartner ist der Industrieausrüster Trusco  Nakayama (TRUSCO), der die Kühlkabine vermarktet und in Japan vertreibt.

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Maximal 20 Minuten im Kühlschrank

Nach Angaben des Herstellers SDRS reicht bereits ein Aufenthalt von etwa fünf Minuten aus, um den Körper deutlich abzukühlen. Ein automatischer Timer beendet den Kühlvorgang nach spätestens 20 Minuten.

Mit einem Preis von umgerechnet rund 8700 Euro richtet sich das System vorwiegend an Unternehmen und öffentliche Einrichtungen.

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Die mobile Kühlkabine kann an einen normalen Stromanschluss angeschlossen werden und ist unter anderem für Baustellen, landwirtschaftliche Betriebe, Einkaufszentren oder Veranstaltungsorte gedacht.

Seit dem Verkaufsstart im April wurden bereits erste Geräte in Japan installiert. Ob die Kühlkabine künftig auch außerhalb Japans angeboten wird, ist bislang nicht bekannt.

Bis zu 1500 Hitzetote pro Jahr

Japan erlebt seit Jahren wiederkehrende extreme Hitzewellen. Aktuell sorgen Temperaturen von bis zu 38 Grad Celsius regelmäßig für Hitzewarnungen.

Wie die Zeitung »Japan Times« berichtet , zielt die japanische Regierung darauf ab, die Zahl der Hitzetoten auf unter 1000 zu drücken, da die Fünfjahresdurchschnittszahl bis 2024 auf über 1500 gestiegen ist.

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