Hildegard Knef: Endlich Hilde Knef

vor 1 Tag 1

Berit Dießelkämper entdeckt in Luzia Schmids Dokumentarfilm eine große Künstlerin, die im Dezember 100 werden würde.

 Die 2002 verstorbene Hildegard Knef kommt nun in der Dokumentation "Ich will alles" noch einmal zu Wort.
In ihrer Zeit wurde über alles gesprochen und überall geraucht: Die 2002 verstorbene Hildegard Knef kommt nun in der Dokumentation "Ich will alles" noch einmal zu Wort. © Bavaria Media

Es lässt sich weder restlos nachvollziehen noch überzeugend vermitteln, wie hier bisher ohne erweiterte Kenntnisse über Hildegard Knef gelebt werden konnte. Die Nummer mit den roten Rosen war mir durchaus ein Begriff, nicht jedoch, was für eine elegante, erhabene, sich so wunderbar zum Vorbild eignende Frau sie doch war. Wie dumm, wirklich außerordentlich dumm, das nicht schon früher bemerkt zu haben, und nur wegen dieses permanenten Starrens auf die Gegenwart. Ganz normales Generationending also; die Knef ist ja schon 1925 geboren (happy Hundertster im Dezember!), und da muss jetzt ordentlich was nachgearbeitet werden: die frühen Jahre als Ikone des deutschen Nachkriegsfilms und der sich anschließende "Weltruhm" bis nach Amerika, die mittleren Jahre als Chanson-Sängerin und Autorin sowie die späten mit dem neuen Gesicht. Das ist ganz schön viel für ein einziges Leben, aber der Dokumentarfilm Ich will alles von der Schweizer Regisseurin Luzia Schmid bietet einen herrlich übersichtlichen Einstieg. Oder eine ehrfürchtige Erinnerung, sollte das alles längst bekannt sein.

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