Auch das für den Deutschen Pavillon zuständige Institut für Auslandsbeziehungen bestätigte den Tod von Naumann und sprach von einer »schmerzhaften Lücke«: »Mit Henrike Naumann verlieren wir nicht nur eine bedeutende Vertreterin der deutschen Gegenwartskunst, sondern auch eine warmherzige, wache und hoch engagierte Persönlichkeit.« Aber ihr Vermächtnis lebe weiter, heißt es in der Mitteilung – in ihren Werken, in den zahlreichen internationalen Kooperationen, die sie initiiert habe, und in den vielen Menschen, die von ihrem Denken und ihrer Kreativität inspiriert wurden.
Kunst mit Möbeln und Design
Naumann war im vergangenen Jahr gemeinsam mit der vietnamesisch-deutschen Künstlerin Sung Tieu als Gestalterin des Deutschen Pavillons für die Kunstbiennale 2026 in Venedig ausgewählt worden. Die Ausstellung ist vom 9. Mai bis zum 22. November geplant und gilt neben der documenta in Kassel als wichtigste Präsentation zeitgenössischer Kunst. Es sei Naumann wichtig gewesen, die Arbeit konzeptionell zu vollenden und fertig zu stellen, damit sie gemäß ihrer künstlerischen Vision umgesetzt werden könne, hieß es.
Ihre Werke sind unter anderem in der Wanderausstellung EVROVIZION zu sehen, einem Gemeinschaftsprojekt, das seit 2021 hauptsächlich in den östlichen Regionen Europas gezeigt wird. Neumann habe laut dem Institut für Auslandsbeziehungen ein besonderes Gespür dafür gehabt, ästhetische Ordnungen mit geopolitischen Konstellationen und Narrativen auf originelle und kraftvolle Weise zu verbinden und Kunst als Brücke zwischen den Kulturen zu bauen.

vor 2 Stunden
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