Heldt: "Oliver Ruhnert ist wieder ein fester Bestandteil von Union Berlin"

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Horst Heldt hat sich in einer Medienrunde den Fragen der Journalisten gestellt. Unter anderem gab der Geschäftsführer Profifußball von Union Berlin preis, dass Chefscout Oliver Ruhnert zurück an Bord ist.

Unions Sportchef Horst Heldt stellte sich den Fragen der Journalisten.

Unions Sportchef Horst Heldt stellte sich den Fragen der Journalisten. IMAGO/Matthias Koch

Union Berlin befindet sich im Saisonendspurt bei noch sieben verbleibenden Partien in einer recht komfortablen Ausgangssituation. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt acht Punkte. Dieses Polster sich zu erarbeiten, war möglich, weil die Eisernen zuletzt gegen die Teams aus dem oberen Drittel Frankfurt (2:1), Bayern München (1:1) und Freiburg (2:1) überraschend viele Zähler geholt haben. "Das, was wir in den letzten Wochen geschaffen haben, ist eine tolle Momentaufnahme. Aber nur eine Momentaufnahme. Wir müssen weiter aufmerksam bleiben und den Fokus beibehalten", sagte Sportchef Horst Heldt nun in einer Medienrunde.

"Das Selbstvertrauen müssen wir jetzt mitnehmen. Die Mannschaft ist gefestigt und geht mit Rückständen viel besser um. Das konnte man unter anderem in Freiburg sehen." Große Rechenspiele, wie viele Punkte denn schlussendlich reichen sollten für den Klassenerhalt, wird es bei Heldt jedoch nicht geben: "Man macht Fehler, wenn man spekuliert, wie andere Teams spielen. Es hilft, wenn wir nur bei uns bleiben und auf uns schauen."

Union Berlin vom Transfermarkt abhängig

Das Ziel Klassenerhalt steht an erster Stelle. Und dennoch laufen die zweigleisigen Planungen für die kommende Saison auf Hochtouren. "Wir haben Gedankengänge, wie wir uns dann aufstellen wollen. Wir können viel bestimmen, aber nicht alles. Es kommt auch drauf an, wann und wie sich der Markt bewegt. Das hat auch Auswirkungen auf Union Berlin. Zudem gibt es im Juni dann noch eine Klub-WM. Die wird auch einen Faktor spielen", betonte Heldt, der von dem Begriff  "Umbruch" in Zusammenhang mit Union Berlin nicht viel hält.

Viel mehr unterstrich er, dass der Verein für externe Spieler weiterhin sehr interessant sei. "Und das aufgrund vieler Faktoren. Es ist die Art und Weise, wie wir Fußball spielen. Die Atmosphäre hier und der gesamte Standort. Wir haben viel zu bieten, egal ob für junge oder alte Spieler." Es war eine Art offenes Geheimnis, aber nun hat Heldt offiziell bestätigt, dass Chefscout Oliver Ruhnert wieder mit an Bord ist. "Sein Vertrag hat geruht - jetzt eben nicht mehr. Er ist ein fester Bestandteil von Union Berlin und wir werden genauso zusammenarbeiten wie zuvor auch."

Horst Heldt: "Er ist herausragend gut hier"

Im gleichen Atemzug bekräftigte er aber auch, dass er das letzte Wort habe. "Am Ende bin ich der Geschäftsführer Sport, über mir steht noch der Präsident, mit dem ich dann gemeinsam die Entscheidungen treffen. Aber Oliver ist für uns natürlich wichtig bei der Entscheidungsfindung." Das Duo hatte im Sommer beispielsweise Mittelstürmer Andrej Ilic auf Leihbasis nach Berlin-Köpenick geholt. Anfangs hatte der Serbe immer wieder mit kleinen Wehwechen zu kämpfen, kam unter Ex-Coach Bo Svensson kaum zum Zug.

Seit Januar und unter der Leitung des aktuellen Trainers Steffen Baumgart zeigt die Formkurve allerdings deutlich nach oben. "Er hat eine tolle Entwicklung genommen. Es war keine einfache Situation für ihn. Aber er hat sich durchgebissen. Und dass der Junge Qualität hat, war uns dahingehend bewusst, weil er von einem Champions-League Teilnehmer (OSC Lille, Anm. Red.) gekommen ist", sagte Heldt, der sich weiterhin pudelwohl fühlt im Südosten Berlins: "Ich bin dankbar und froh, hier zu sein. Hier ist alles in geordneten Bahnen - es ist herausragend gut hier." Der Klassenverbleib würde die Zeit in Köpenick noch weiter versüßen und zudem die Planungen für die kommende Spielzeit vereinfachen.

Jannis Klimburg

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