heise+ | VW Tiguan eHybrid im Test: beliebt, praktisch, gut - und dennoch unter Druck

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  1. VW Tiguan eHybrid im Test: beliebt, praktisch, gut - und dennoch unter Druck
    • Konservativ gestaltet
    • Ein Befreiungsschlag
    • Teils schlichte Materialien
    • Nur mit Frontantrieb
    • Der stärkere PHEV setzt sich kaum vom schwächeren ab
  2. VW Tiguan eHybrid im Test: Interne Konkurrenz
  3. VW Tiguan eHybrid: Technische Daten
  4. VW Tiguan eHybrid: Preisliste

Tests wie dieser sollen Orientierung geben. Im Idealfall helfen sie mit einer breit angelegten Einordnung und einem Vergleich des Umfelds. Transparenz macht angreifbar, und dennoch gehe ich das Risiko ein: Der VW Tiguan ist einerseits global eines der erfolgreichsten Modelle aus dem Volkswagen-Konzern, andererseits hinterlässt er mich etwas ratlos. Nicht etwa, weil das SUV ein schlechtes Auto wäre. VW steckt, so viel sei schon verraten, in üblicher Manier ein insgesamt durchaus nicht übles Gesamtpaket zusammen. Für einen Test holten wir uns den Bestseller mit einem 200 kW starken Plug-in-Hybridantrieb in die Redaktion.

  • dritte Generation
  • seit 2024 auf dem Markt
  • Abmessungen: 4,54 m lang, 1,84 m breit, 1,66 m hoch, Radstand: 2,68 m
  • aktuell mit vier Benzinern (96 bis 195 kW), zwei Diesel (110 und 142 kW) und zwei PHEV (150 und 200 kW)
  • Preis Basismodell 39.175 Euro, Plug-in-Hybrid ab 52.215 Euro, Testwagen 67.500 Euro
  • Pluspunkte: ausgewogenes Fahrwerk, gutes Platzangebot
  • Schwächen: brummiger Antrieb, schwache Traktion, sehr hoher Preis

VW war vor etwas weniger als 20 Jahren spät dran, doch wieder einmal überholte der Riese zahlreiche, früher gestartete Konkurrenten. Der VW Tiguan kam 2007 auf den Markt und entwickelte sich zu einem der global gefragtesten Modelle des Konzerns. Das Format passt offenkundig ins Beuteschema vieler Interessenten: Ein Kompakt-SUV, aktuell mit 4,54 m Länge etwas kürzer als ein VW Golf Variant, mit ausgezeichnetem Platzangebot und konservativer Gestaltung. Der Marke wird oft ein etwas langweiliges Design vorgeworfen, doch offenbar steht das einem Verkaufserfolg nicht im Weg. Im vergangenen Jahr wurden allein in Deutschland mehr als 60.000 VW Tiguan neu zugelassen, und rund ein Viertel davon waren mit einem der beiden Plug-in-Hybride ausgestattet. Zum Vergleich: Von ID.4 und ID.5, die beim KBA zusammen geführt werden, waren es nicht einmal halb so viele.

An der grundsätzlichen Idee des Tiguan hat VW seit der Vorstellung nichts geändert, warum auch. Die dritte Generation verkauft sich trotz interner Konkurrenz ordentlich. Angepasst an den Zeitgeschmack wurde das SUV stets nur behutsam. Die Bedienung dürfte insgesamt kaum jemanden vor größere Probleme stellen, wobei sich dafür im Detail durchaus Ausnahmen finden lassen. Der linke Lenksäulenhebel vereint zahlreiche Funktionen, der Fahrer muss sich damit schon etwas auseinandersetzen. Mein Kollege Christian bemängelte, dass er auf der Suche nach der Waschfunktion für die schnell verschmutzende Heckscheibe öfter versehentlich aufblendete. Im Kombiinstrument werden Abbiegehinweise über den Bordcomputer gelegt, obwohl die im Head-up-Display ebenfalls angezeigt werden – und dort auch besser aufgehoben sind.

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