heise+ | Vorsicht, Kunde: Glasfaseranschluss fertig gemeldet, aber nie gebaut

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Ihr Glasfaseranschluss sei fertig, schrieb bn:t – im Keller lag nur ein leeres Rohr. 14 Monate liefen alle Hinweise des Ehepaars aus Rheinbach ins Leere.

23.07.2026, 08:00 Uhr

Lesezeit: 8 Min.

  1. Vorsicht, Kunde: Glasfaseranschluss fertig gemeldet, aber nie gebaut
    • Fertig nach Aktenlage
    • Kein Anschluss
    • Kamelle statt Kabel
  2. Endlich eine Reaktion

Beim Glasfaserausbau zählt die Branche gern „Homes passed“ – Haushalte, an deren Grundstück ein Kabel vorbeiführt. Ob daraus je ein funktionierender Anschluss wird, entscheidet sich auf den letzten Metern zwischen Bordstein und Kellerwand.

Wie wenig dabei schiefgehen muss, damit ein Haushalt komplett aus dem System fällt, zeigt ein Fall aus Rheinbach bei Bonn: Ein Ehepaar bekam Post, sein Glasfaseranschluss sei „fertiggestellt“ – im Keller endete jedoch nur ein leeres Rohr.

Der Fehler wäre binnen weniger Tage zu beheben gewesen. Stattdessen liefen sämtliche Hinweise der Kunden ins Leere: E-Mails mit Lesebestätigung, elf Besuche in den Läden des Anbieters, sogar die Intervention des Bürgermeisters der Gemeinde. Als Kunde ist man in solchen Situationen eher machtlos. Was am Ende allein hilft, zeigt dieser Fall einmal mehr.

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