heise+ | Schnellere Leistungsbewertung von SSDs durch intelligentes Preconditioning

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In Tests sind frische SSDs schneller als im laufenden Betrieb. Daher bereitet man sie nach festgelegten Verfahren vor – was Sandisk nun beschleunigt.

(Bild: Melissa Ramson / heise medien)

02.07.2026, 07:00 Uhr

Lesezeit: 6 Min.

  1. Schnellere Leistungsbewertung von SSDs durch intelligentes Preconditioning
  2. Preconditioning nach SPRandom

Die Maximalgeschwindigkeit von SSDs verändert sich im Betrieb. Direkt nach dem Auspacken sind sie sehr schnell, weil alle Flash-Speicherzellen noch leer sind. Mit zunehmender Belegung und internen Verwaltungsaufgaben sinkt die Schreibperformance. Gegen Ende der spezifizierten Lebensdauer verringert sich die Leistung beim Schreiben noch weiter, weil der Aufwand für Fehlerkorrekturen steigt.

Benchmarks mit einer frischen SSD haben daher nur eine eingeschränkte Aussagekraft. Die im Alltagsbetrieb erreichbare Leistung lässt sich besser einschätzen, wenn man die SSD vor den Tests in einen definierten Gebrauchszustand bringt. Dazu dient das Preconditioning (Vorkonditionierung), welches die SSD durch ein- oder gar mehrmaliges Beschreiben vorbereitet.

  • Für praxisnahe und reproduzierbare Leistungsmessungen von Server-SSDs ist eine Vorkonditionierung nötig, das Preconditioning.
  • Mit Sandisks SPRandom-Methode sollen diese Vorbereitungen statt mehrere Tage nur noch wenige Stunden dauern, aber gleiche Messergebnisse liefern wie klassische Verfahren.
  • Preconditioning ist für Server-SSDs wichtig, bei Client-SSDs aber oft wenig praxisnah.

Das Beschreiben von SSDs dauert jedoch sehr lange – erst recht bei Server-SSDs mit den heute üblichen hohen Kapazitäten. Eine viele TByte große SSD komplett zu beschreiben, dauert nicht nur Stunden, sondern Tage. Der SSD-Hersteller Sandisk hat ein neues Verfahren entwickelt, das diesen Prozess stark verkürzen soll.

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