Köln: Rund 1,5 Millionen Menschen feiern Christopher Street Day

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In Köln haben am Sonntag nach Angaben des Veranstalters rund 1,5 Millionen Menschen den Christopher Street Day (CSD) gefeiert. Für den farbenfrohen Umzug mit rund hundert Festwagen durch die Innenstadt waren rund 60.000 Teilnehmende angemeldet. Er wurde von Hunderttausenden Schaulustigen und Feiernden gesäumt.

Die Kölner CSD-Demonstration zählt zu den größten ihrer Art in Deutschland und Europa. Wie in den vergangenen Jahren nahmen auch wieder Politiker an dem Kölner CSD teil, darunter der frühere Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Grünenpolitikerin Claudia Roth.

Landesinnenminister Reul zum ersten Mal dabei

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) war nach eigenen Angaben zum ersten Mal in Köln dabei, »weil ich mir zunehmend Sorgen mache«, wie er der Nachrichtenagentur dpa sagte. »Wir haben zunehmend Menschen, die den Anspruch erheben, zu bestimmen, wie man leben muss. Und das ist ein Irrtum«, sagte Reul. Er wolle zeigen: »Der Teil des Staates, für den ich stehe, die Polizei, der schützt alle.«

Die ehemalige Kultur-Staatsministerin Claudia Roth forderte, es müsse verteidigt werden, was mühsam aufgebaut worden sei. »Wir sind heute auch hier in Köln als die größte Demonstration für die Demokratie in unserem Land, und dieses Signal schicken wir nach Erfurt zu den Demokratiefeinden«, sagte sie mit Blick auf den dort stattfindenden Parteitag der AfD.  

Ex-Gesundheitsminister Karl Lauterbach sagte, so wichtig wie derzeit sei der CSD noch nie gewesen, weil die Rechte queerer Menschen zunehmend unter Druck stünden. »Wenn Rechte abgeschafft werden und die Leute, die es betrifft, sind nicht zu sehen, dann werden wir untergehen«, sagte Lauterbach. Köln zeige, dass das zum Glück nicht der Fall sei.

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