heise+ | Kommentar: Wie wollen wir in Zukunft noch Sicherheit lernen?

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Wie wollen wir in Zukunft noch Sicherheit lernen? Wer gut in Informationssicherheit sein will, muss tiefes fachliches Verständnis mit einem besonderen Spürsinn für ausnutzbares Verhalten kombinieren. Bruce Schneier prägte dafür den Begriff des „Security Mindset“. Während man die technischen Details aus Lehrbüchern, Blogposts oder Tutorialvideos lernen kann, braucht es für das Security Mindset vor allem praktische Berührung mit dem Thema.

In den frühen Tagen der IT, als es kaum formale Securityausbildungen gab, rutschten die meisten Expertinnen und Experten als Quereinsteiger über praktische Erfahrungen in das Themenfeld. Um diese Erfahrungen legal und im geschützten Rahmen zu machen, kamen dann Hacking-Challenges und CTF-Wettbewerbe (Capture The Flag) auf. Bei einem CTF bekommen die Teams absichtlich fehlerhafte Software. Sie starten und vernetzen sie, dann versuchen sie gleichzeitig die Fehler bei sich zu beheben und bei den anderen Teams auszunutzen.

Mittlerweile sind CTFs auch in der akademischen Lehre angekommen. Jede Hochschule, die IT-Security lehrt, hat ein Hacking Lab oder zumindest CTF-artige Aufgaben in den Übungen ihrer Sicherheitsmodule. Parallel dazu ermöglichen Plattformen wie „Hack the Box“ und „Try Hack Me“ vielen Menschen den praktischen Einstieg in die Security-Welt. Auch in der Industrie ist das Konzept in Form der Cyber Ranges als Fortbildungsinstrument angekommen.

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