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Die Messlücke: Warum keiner weiß, was KI in Unternehmen wirklich bringt
- Alle nutzen KI, keiner misst die Effekte
- Schatten-KI als gemeinsamer Nenner
- Die Wahrnehmung in der Praxis
- Verdeckte technische Schulden
- Strukturelle Folgen für die IT-Leitung
- Fazit
Unternehmen in ganz Europa setzen zunehmend auf KI und halten damit auch nicht hinter dem Berg. Doch mit nur wenigen Ausnahmen tun sie sich schwer, nachzuweisen, dass sich die Investitionen tatsächlich auszahlen. Laut Statistischem Bundesamt stieg der Anteil der deutschen Unternehmen, die KI einsetzen, von 12 Prozent im Jahr 2023 auf 20 Prozent im Jahr 2024 und erreichte 2025 26 Prozent. Eurostat zeigt einen ähnlichen Verlauf auf EU-Ebene, mit KI-Einsatz bei 13,5 Prozent der EU-Unternehmen im Jahr 2024 und 20 Prozent 2025.
- Der KI-Einsatz in deutschen Unternehmen steigt stark an. Welchen Nutzen er bringt, liegt oft im Dunkeln.
- Produktivitätseffekte werden sowohl im volkswirtschaftlichen Maßstab als auch in den Unternehmen kaum systematisch erfasst.
- In einer randomisierten kontrollierten Studie arbeiteten erfahrene Entwickler mit KI-Tools 19 Prozent langsamer, glaubten aber, 20 Prozent schneller zu sein – das stellt Selbsteinschätzungen zur Produktivität infrage.
- Bei Vorträgen und Workshops mit Ingenieuren auf zwei europäischen Fachkonferenzen gab jeder Teilnehmer an, KI zu nutzen. Keiner hatte die Wirksamkeit jedoch formal gemessen.
Adam Mackay ist Head of AI bei QA-Systems und Mitautor von „Embedded Software Testing" (BPB, 2026). Er hat 28 Jahre Erfahrung in sicherheitskritischen Systemen.
Eine im September 2025 veröffentlichte Bitkom-Befragung von 604 deutschen Firmen ergab, dass 36 Prozent der Unternehmen KI einsetzen – die Differenz spiegelt methodische Unterschiede in der Definition von KI-Einsatz wider. Der Trend steigt in allen Quellen, doch die Kluft zwischen dem Anspruch der Führungsebene und der betrieblichen Realität bleibt bestehen.
Der KI-Einsatz in europäischen Unternehmen ist laut allen großen Umfragequellen (2023 – 2025) stark gestiegen, doch der Anteil der Unternehmen, die die KI-Wirksamkeit formal messen, bleibt nahezu bei null.
(Bild: Destatis, Eurostat, Bitkom (Sept. 2025); Deutsche Bundesbank / CEPR (Febr. 2026))
Das globale Bild bestätigt den Trend. Im März 2026 berichtete das Finanzdatenunternehmen FactSet, dass 68 Prozent der S&P-500-Unternehmen in ihren Ergebniskonferenzen im vierten Quartal 2025 KI erwähnten. Das betrifft zwar primär US-Kapitalmärkte, prägt aber die globalen Erwartungen an den Return on Investment.
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