heise+ | Die eigene Mini-Biogasanlage im Selbstbau

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Mit einer eigenen Mini-Biogasanlage lassen sich organische Abfälle in wertvolles Methan und hochwertigen Flüssigdünger verwandeln. So geht's!

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23.03.2026, 10:00 Uhr

Lesezeit: 19 Min.

  1. Die eigene Mini-Biogasanlage im Selbstbau
    • Was ist Biogas?
  2. Bestandteile und Aufbau der Anlage
  3. Startmischung
  4. Gasqualität überprüfen
  5. Fütterung und Vergärungsprozess
  6. Gasreinigung und Speicher
  7. Fazit
Artikel in Make 2/2026 lesen

Steigende Energiepreise und die dringend notwendige Abkehr von fossilen Brennstoffen verlangen die Nutzung alternativer Energiequellen. Meine kleine Biogasanlage produziert bei optimalen Bedingungen 200 Liter gereinigtes Biogas pro Tag mit nur einer täglichen Schüssel Küchenabfällen. Als Startfüllung habe ich eine Fahrradanhängerladung Pferdeäpfel von einem benachbarten Hof verwendet. Die erwartete Geruchsbelästigung hält sich sehr in Grenzen – nur der Gärrest riecht etwas streng.

  • Biogasanlage mit Baumarktartikeln bauen
  • Vergärungsprozess starten und stabil betreiben
  • Biogas reinigen, speichern und sicher nutzen

Unter dem Einfülltrichter versteckt sich der Gärbehälter unter der Winterisolierung. Links sieht man den gut halbvollen Gasspeicher und oben die Gasreinigung.

Biogas entsteht auf natürliche Weise im Verdauungstrakt von Säugetieren und in Sümpfen. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts wurde in Bombay (heute Mumbai), Indien, die erste Versuchsbiogasanlage erbaut. Heute versorgen Millionen von Kleinbiogasanlagen vor allem Familien in Asien und Afrika mit Energie, insbesondere zum Kochen.

In solch einer Anlage zersetzen Bakterien unter Ausschluss von Sauerstoff organische Materialien hauptsächlich zu Methan (CH4), Kohlenstoffdioxid (CO2) und einem fruchtbaren Gärrest. Auch wir produzieren Biogas. Wer als Kind schon einmal seine Ausdünstungen angezündet hat, weiß das.

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