Heinsberg : Festnahme nach tödlichen Schüssen auf ukrainischen Ex-Abgeordneten

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Nach dem Angriff auf den früheren ukrainischen Präsidentenberater Andrij Portnow in Spanien wurde ein Mann in Heinsberg festgenommen. Auch seine Wohnung wurde durchsucht.

Aktualisiert am 25. Februar 2026, 19:29 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AFP,

 Im Mai 2025 wurde Andrij Portnow in einem Vorort von Madrid erschossen.
Im Mai 2025 wurde Andrij Portnow in einem Vorort von Madrid erschossen. © Nacho Doce/​Reuters

Im Fall des in Spanien erschossenen ukrainischen Ex-Abgeordneten hat es eine Festnahme gegeben. Der Tatverdächtige sei im nordrhein-westfälischen Heinsberg festgesetzt worden, teilte die spanische Polizei mit. Demnach war auch das Bundeskriminalamt (BKA) an dem Einsatz beteiligt.

Der prorussische Ex-Abgeordnete Andrij Portnow war im Mai vergangenen Jahres in Pozuelo de Alcarcón, einem Vorort von Madrid, erschossen worden. Er gehörte früher dem ukrainischen Parlament an und war stellvertretender Leiter der Präsidialverwaltung unter dem Kreml-treuen früheren Staatschef Viktor Janukowitsch.

Europäischer Haftbefehl

Angaben der spanischen Polizei zufolge wurde mit dem Zugriff in Heinsberg ein europäischer Haftbefehl vollstreckt. Auch sei die Wohnung des Tatverdächtigen durchsucht worden. Angaben zu dem Verdächtigen sowie zum Datum der Festnahme machte die spanische Polizei nicht.

Die Polizei ging nach dem Angriff von mehreren Tätern aus. Sie vermuteten einen Bezug zur organisierten Kriminalität. Ein politisches Motiv schlossen die Ermittler aber auch nicht aus.

Janukowitsch wurde 2014 gestürzt. Portnow verließ im selben Jahr die Ukraine ins russische Exil. Der ukrainische Geheimdienst leitete 2018 Ermittlungen gegen ihn ein, wegen des Verdachts auf Hochverrat. Ihm wurde eine Verwicklung in Russlands völkerrechtswidrige Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim vorgeworfen. 2019 wurde das Verfahren jedoch eingestellt. Kurz vor dem Wahlsieg Wolodymyr Selenskyjs im selben Jahr kehrte er in die Ukraine zurück, verließ das Land jedoch nach dem russischen Einmarsch 2022 wieder.

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