Handball-Bundesliga: SC Magdeburg bezwingt Verfolger Füchse Berlin

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Der SC Magdeburg hat einen Handball-Krimi gegen die Füchse Berlin gewonnen und einen großen Schritt in Richtung Meistertitel gemacht.

Der Champions-League-Sieger triumphierte in einem hochklassigen Duell gegen den Titelverteidiger 35:33 (15:15) und liegt jetzt acht Punkte vor den Berlinern. Der SCM verdiente sich den Erfolg durch eine starke zweite Hälfte.

Mathias Gidsel (M.) war bester Torschütze der Partie

Mathias Gidsel (M.) war bester Torschütze der Partie

Foto: Ronny Hartmann / dpa-Zentralbild / dpa

Rechnerisch ist die Meisterschaft zwar noch nicht entschieden, aber die Mannschaft von Trainer Bennet Wiegert hat nun alle Trümpfe in der Hand. Der SCM hat als Tabellenführer ein Sieben-Punkte-Polster vor der SG Flensburg-Handewitt, dahinter folgt Berlin. Der THW Kiel hat nach der überraschenden Niederlage am Freitag bei der MT Melsungen keine Chance mehr.

Überragende Torhüterleistungen

Bester SCM-Torschütze am Samstag war Magnus Saugstrup mit neun Treffern, bei den Füchsen ragte wie so oft Welthandballer Mathias Gidsel mit elf Toren heraus. Auch die Torhüter stachen hervor. Füchse-Keeper Dejan Milosavljev entnervte Magdeburg vor allem im ersten Durchgang mit vier parierten Siebenmetern; SCM-Torhüter Matej Mandic hatte entscheidenden Anteil an den herausragenden zweiten 30 Minuten seiner Mannschaft.

»Wenn einer Magdeburg schlagen kann, dann ist es am ehesten Berlin«, hatte Bundestrainer Alfreð Gíslason im Vorfeld gesagt. Die Füchse begannen sehr konzentriert und variabel im Offensivspiel und hatten im ersten Durchgang leichte Vorteile.

Musche foult – und entschuldigt sich

Dennoch gelang es keinem Team, sich abzusetzen. Das Spiel war wie erwartet umkämpft und offen. Mit Unterstützung der Fans und des starken Keepers Mandic arbeitete sich der SCM ins Spiel und zum Sieg.

Negativer Höhepunkt: Magdeburgs Routinier Matthias Musche sah nach einem Griff in den Wurfarm von Nils Lichtlein die Rote Karte, entschuldigte sich aber bereits auf dem Parkett und später auf der Bank beim sichtlich schmerzgeplagten Lichtlein.

Beide Teams könnten sich bereits in wenigen Wochen wieder gegenüberstehen: Beim Final4 um den DHB-Pokal stehen Magdeburg und Berlin im Halbfinale und wären, Siege vorausgesetzt, Gegner im Finale.

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