Ein 17-Jähriger steht unter Verdacht, einen terroristischen Anschlag in Hamburg geplant zu haben. Spezialkräfte der Polizei haben den Jugendlichen festgenommen. Wie die Generalstaatsanwaltschaft der Hansestadt mitteilte, soll er eine Attacke auf Ziele wie ein Einkaufszentrum oder eine Polizeiwache ins Auge gefasst haben. Inspiriert worden sei er demnach durch den »Islamischen Staat«. Er sitzt nun wegen des Verdachts der Vorbereitung einer terroristischen Straftat und Terrorismusfinanzierung in Untersuchungshaft.
Der Jugendliche mit syrischer Staatsbürgerschaft soll den Behörden zufolge geplant haben, »eine unbestimmte Anzahl ›Ungläubiger‹ in einem Einkaufszentrum, einer Bar oder einer Polizeiwache in Hamburg durch Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion, den Einsatz von Molotowcocktails oder alternativ mit einem Messer zu töten«. Weiter heißt es in einer Mitteilung der Behörden: »Zu diesem Zweck soll er sich unter anderem Universaldünger, flüssigen Grillanzünder, eine Sturmhaube und ein Messer beschafft haben.« All diese Gegenstände sind laut Generalstaatsanwaltschaft bei ihm sichergestellt worden.
Spezialkräfte der Polizei Hamburg nahmen den Beschuldigten den Angaben zufolge am 7. Mai 2026 in Hamburg vorläufig fest.
Der Ermittlungserfolg sei unter anderem »maßgeblich« auf Erkenntnisse des Bundesnachrichtendiensts, des Bundesamts für Verfassungsschutz sowie Untersuchungen des Bundeskriminalamts und des Landeskriminalamts Hamburg zurückzuführen, hieß es weiter. Laut Generalstaatsanwaltschaft hatte die Behörde bereits zuvor eine psychiatrische Begutachtung des 17-Jährigen veranlasst. Hintergrund war demnach ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Vereinsgesetz und anderer Delikte.

vor 2 Stunden
1








English (US) ·