Haiti: Offenbar mehr als 1.000 Tote durch Drohnen der Regierung auf Haiti
vor 2 Stunden
1
Haiti setzt Drohnen zur Bekämpfung von Bandenkriminalität ein. Nach Berechnungen von Menschenrechtlern wurden dadurch mehr als tausend Menschen getötet, darunter Kinder.
Aktualisiert am 10. März 2026, 14:45 Uhr
Quelle: DIE ZEIT,
epd,
cga
Über 1.243 Menschen in Haiti wurden bei Drohnenangriffen zur Bekämpfung der Bandenkriminalität getötet, darunter 17 Kinder, so die NGO Human Rights Watch. Staatliche und private Sicherheitskräfte führten von März 2025 bis Januar 2026 141 Angriffe mit Sprengstoffdrohnen durch, vor allem in Port-au-Prince. Trotz zunehmender Gewalt von bewaffneten Banden konnte die Regierung die Situation nicht kontrollieren. Eine "Task Force" der Regierung, unterstützt von der US-Söldnerfirma Vectus Global, ist für die Drohneneinsätze verantwortlich, so die Vereinten Nationen.
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.
Mindestens 1.243 Menschen sind in Haiti bei Einsätzen von Drohnen zur Bekämpfung der Bandenkriminalität getötet worden. Wie die NGO Human Rights Watch (HRW) in Washington mitteilte, waren unter den Toten auch 17 Kinder. Laut dem Bericht von HRW haben von März 2025 bis Januar 2026 staatliche und private Sicherheitskräfte 141 Angriffe mit Drohnen ausgeführt, die mit Sprengstoff bestückt waren. Besonders seit November 2025 hätten die Angriffe in der Hauptstadt Port-au-Prince zugenommen.
Seit Jahren üben bewaffnete Banden in Haiti Gewalt gegen die Bevölkerung aus. Die Regierung und die mit ihr verbündeten Söldnergruppen waren bisher nicht in der Lage, die Situation zu kontrollieren. Zugleich werden ihnen wiederholt Angriffe auf die Zivilbevölkerung zugeschrieben. Laut den Vereinten Nationen ist eine an die Regierung angebundene "Task Force" für die Einsätze der Drohnen verantwortlich. Unterstützt wird diese Einheit nach Angaben von Human Rights Watch von der US-Söldnerfirma Vectus Global.