Görlitz in Sachsen: Haus in Innenstadt eingestürzt – Einsatzkräfte suchen nach Vermissten

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Nach dem Einsturz eines Mehrfamilienhauses in der Innenstadt von Görlitz läuft die Suche nach Vermissten. Zunächst hatte die Polizei mitgeteilt, fünf Menschen seien nicht erreichbar. Inzwischen wurden zwei der Vermissten ausfindig gemacht. »Sie sind wohlauf und befanden sich zum Zeitpunkt des Einsturzes nicht im Haus«, erklärte  die Polizei in der Nacht zu Dienstag.

Die Suche nach drei weiteren Personen dauert demnach an. Es könne sein, dass sich diese zum Zeitpunkt des Einsturzes im Haus aufhielten, hieß es von der Polizei.

In dem Gründerzeithaus in der James-von-Moltke-Straße unweit des Görlitzer Bahnhofs gab es den Angaben zufolge Miet- und Ferienwohnungen. »Davon waren mehrere Parteien vermietet«, sagte Polizeisprecherin Anja Leuschner.

Einsatzkräfte an der Unfallstelle in Görlitz

Einsatzkräfte an der Unfallstelle in Görlitz

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Paul Glaser / dpa

Das Haus war am Montagabend gegen 17.30 Uhr eingestürzt. Wenige Stunden später wurde nach Polizeiangaben ein Gasleck gefunden. Leuschner betonte, es sei trotzdem weiter unklar, ob der Einsturz durch das Austreten von Gas verursacht wurde. »Es muss nicht heißen, dass es eine Gasexplosion gab«, sagte sie.

Bis zum späten Abend waren rund 120 Einsatzkräfte und zwei Spürhunde vor Ort. Dank spezieller Messgeräte könne trotz des Gaslecks nach Vermissten gesucht werden, sagte Leuschner. Zuvor hatten Zeugen der Polizei von einer Explosion und dem Geruch von Gas berichtet. Außerdem wurden am Unglücksort Geräte aufgebaut, die Erschütterungen messen.

Nach dem Einsturz hatte die Polizei mindestens drei Häuser evakuiert. Der Unfallort wurde abgesperrt, sodass Schaulustige das Haus nicht mehr sehen konnten.

Für Dienstagmorgen ist eine Pressekonferenz angesetzt

Nach Angaben des Ordnungsamts handelt es sich bei dem Haus um ein Gebäude der Wohnungsbaugesellschaft KommWohnen. Sie ist ein Tochterunternehmen der Stadt Görlitz. Der Bereich um das Haus wurde weiträumig evakuiert und abgesperrt. Am Dienstagmorgen (8.30 Uhr) soll es in der Jägerkaserne in Görlitz eine Pressekonferenz geben. Daran wollen Vertreterinnen und Vertreter von Stadt, Polizei und Feuerwehr teilnehmen.

Görlitz ist die östlichste Stadt Deutschlands, sie liegt in der sächsischen Oberlausitz direkt an der Neiße. 57.000 Menschen leben dort. Seit 1998 bildet Görlitz zusammen mit der polnischen Nachbarstadt Zgorzelec eine grenzüberschreitende Europastadt. Wegen der historischen unzerstörten Altstadtkulisse ist die Stadt auch ein gefragter Drehort für internationale Filmproduktionen.

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