In der aktuellen Sonntagsfrage der Gesellschaft für Markt- und Sozialforschung (GMS) bleibt die AfD mit 27 Prozent stärkste Kraft. Das sind drei Prozentpunkte mehr als bei der vergangenen Erhebung Anfang März, wie das Befragungsinstitut auf seiner Webseite angibt. Die Union büßt hingegen drei Prozentpunkte ein und kommt nun auf 23 Prozent. Noch härter trifft es die SPD: Für die Sozialdemokraten geht es von 16 Prozent runter auf 11 Prozent.
Kräftig zulegen können indes die Grünen: Sie gewinnen gegenüber der vergangenen Erhebung vier Prozentpunkte hinzu – nach 12 Prozent im März stehen nun 16 Prozent zu Buche. Für die Linke geht es einen Prozentpunkt herauf, von 10 auf 11 Prozent.
Auch die FDP kann ein Plus für sich verbuchen. Waren es im März noch 3 Prozent, sind es jetzt 5 Prozent. Damit würden die Liberalen in den Bundestag einziehen. Auf 5 Prozent waren sie zuletzt im August 2024 gekommen.
Die Freien Demokraten profitieren offenbar davon, nun auf den rechtsliberalen Wolfgang Kubicki zu setzen. Dessen Wahl zum Parteichef am Samstag hatte sich zu Beginn der Befragung am 27. Mai bereits abgezeichnet, weil es zunächst keinen Gegenkandidaten gab. Zwar kam es dann am Samstag zur überraschenden Kampfabstimmung gegen die sozialliberale Marie-Agnes Strack-Zimmermann, doch Kubicki setzte sich mit knapp 60 Prozent der Stimmen durch.
Die Umfrage endete an diesem Montag. Insgesamt wurden 1023 Wahlberechtigte zufällig ausgewählt und per Telefon sowie online befragt, heißt es. (Tsp)

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