(SZ) Nun, da Timmy die Deutschen und ihr ramponiertes Gemüt verlassen hat, steht das Land wieder ohne Wappentier da. Mit seinem von Theodor Heuss verfügten Adler konnte es noch nie besonders viel anfangen, es gibt in Deutschland ja auch nicht so furchtbar viele von diesen schönen großen Raubvögeln. Wenn in diesem Land heute überhaupt noch etwas die Flügel weit aufspannt, dann ist es der olle Eichendorff-Vers in der Todesanzeige. Am liebsten würden wir alle in die Nordsee springen und dem Buckelwal bis in den Atlantik hinterherschwimmen, um ihn mit jenen dunklen Tut- und Huplauten, die wir in den vergangenen Wochen von ihm gelernt haben, zurückzurufen. Der Wal hat in Deutschland etwas hinterlassen, das wir Journalisten gelegentlich mit dem Goethe’schen Stoßseufzer „Diese Lücke, ach, diese entsetzliche Lücke“ begleiten. Wie werden wir diese entsetzliche Lücke nur stopfen? Entweder brauchen wir für unsere Verluste neue Schlagzeilen, oder wir werden so hoffnungsfroh konsekutiv wie Spiegel online allezeit mit seinen „Und dann“-Überschriften: „Und dann war der Wal plötzlich weg und alle fragen sich: …“
Glosse: Das Streiflicht: Timmy ist abgetaucht – was wir nun suchen
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