Jesse Jackson, US-Bürgerrechtsikone:
»Wir wollen gehört werden. Schwarze treten in der Außenpolitik selbstbewusster auf. Wir behalten uns das Recht vor, bestimmte Positionen und Urteile infrage zu stellen.«
Unermüdlich kämpfte er für die Rechte von Afroamerikanern und anderer Minderheiten: Jesse Jackson ist am Dienstag gestorben.
Aufgewachsen ist Jackson in South Carolina und litt selbst unter der damaligen Rassentrennung. In den 60er Jahren wurde er enger Vertrauter von Martin Luther King. An seiner Seite setzte er sich für die Rechte schwarzer Amerikaner ein und war dabei, als sein Mentor King 1968 ermordet wurde.
In den 80er Jahren versuchte Jackson zweimal vergeblich, Präsidentschaftskandidat für die US-Demokraten zu werden. In den 90er Jahren traf er als Sonderbeauftragter für Afrika unter Bill Clinton den späteren ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas Nelson Mandela.
Jesse Jackson, US-Bürgerrechtsikone:
»Was für ein Mensch sind Sie, dass Sie nach 27 Jahren besser und nicht verbittert, daraus hervortreten können? Aus einem einsamen Gefängnis ohne Kugeln, ohne Waffen. Um der freieste Mensch in ganz Südafrika zu sein.«
Jackson war ein charismatischer Redner, Kämpfer für die Armen und die Machtlosen. Er gründete diverse Bürgerrechtsgruppen, setzte sich für Frauen- und Schwulenrechte sowie für die Freilassung gefangener amerikanischer Staatsbürger im Ausland ein.
Später unterstütze er den demokratischen Präsidentschaftskandidaten-Bewerber Bernie Sanders.
Jesse Jackson, US-Bürgerrechtsikone:
»Ich stehe hinter ihm, weil er nie sein Interesse an Gerechtigkeit für die Menschen verloren hat.«
Auch wenn er selbst es nicht geschafft hatte: Die Wahl des ersten Schwarzen US-Präsidenten Barack Obama im Jahr 2008 war auch für Jackson ein großer Tag. Noch wenige Jahre vor seinem Tod mischte er sich ein, verurteilte die Tötung des Afroamerikaners George Floyd durch die Polizei und unterstützte die »Black Lives Matter«-Bewegung.
Jesse Jackson wurde 84 Jahre alt.

vor 4 Stunden
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