"Gegen Top-Teams gute Leistungen gezeigt": Stamm warnt vor Hannover II

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Eine große Kulisse erwartet Dynamo Dresden am Freitagsspiel bei Hannover 96 II in der Heinz von Heiden Arena. Trainer Thomas Stamm erwartet ein schweres Spiel beim Abstiegskandidaten.

Dynamo-Trainer Thomas Stamm blickt mit Vorsicht auf das kommende Auswärtsspiel in der Heinz von Heiden Arena.

Dynamo-Trainer Thomas Stamm blickt mit Vorsicht auf das kommende Auswärtsspiel in der Heinz von Heiden Arena. picture alliance/dpa

Für Dynamo Dresden geht es weiterhin darum, sich an der Tabellenspitze festzubeißen und die Konkurrenz auf den Relegationsplatz zu verweisen. Dies gelang der Mannschaft von Trainer Thomas Stamm nach zuletzt zwei Unentschieden mit dem jüngsten Heimsieg gegen Wehen Wiesbaden (2:0). Im Auswärtsspiel bei Hannover 96 II am Freitag (19 Uhr, LIVE! bei kicker) in der Heinz von Heiden Arena soll nun nachgelegt werden.

Das Team von Daniel Stendel steckt zwar tief im Abstiegskampf - Platz 19 mit zehn Punkten Rückstand auf das rettende Ufer -, doch die Formkurve zeigt nach oben: Fünf Punkte aus den letzten drei Spielen, darunter ein Sieg gegen den SV Wehen Wiesbaden (3:2) und Unentschieden gegen die Spitzenteams Energie Cottbus (2:2) und zuletzt Arminia Bielefeld (2:2).

Trotz der prekären Lage der Hannoveraner machte der Dynamo-Trainer deutlich, dass es "ein schweres Spiel" werde. Die Stendel-Elf hätte "gerade gegen die Top-Teams gute Leistungen gezeigt", so Stamm, der eine Mannschaft erwartet, die "nicht nur mithalten, sondern auf Augenhöhe" mit den Dresdnern agieren wird. Er erklärte: "Der Tabellenplatz ist im Moment zweitrangig, entscheidend ist, dass Hannover in den letzten Spielen viel Qualität gezeigt hat." Wie eng es gegen Hannover II werden kann, zeigte sich im Hinspiel, als Oliver Batista Meier erst in den finalen Spielminuten den 2:1-Siegtreffer erzielte.

Die Gäste, so der SGD-Trainer weiter, seien eine Mannschaft, die "sehr variabel, mit viel Tempo und hoher Intensität" agiere. Vor allem aufgrund der mannorientierten Defensive und des starken Umschaltspiels zwischen Mittelfeld und Abwehr erwartet der Schweizer ein enges Spiel.

Zum eigenen Matchplan meinte der Züricher, dass in der englischen Woche "die Möglichkeiten, auf dem Platz zu trainieren, begrenzt waren". Er fügte an, worauf der Fokus daher lag: "Wir haben die Tage intensiv für Regeneration und Videoanalyse genutzt." Der Dynamo-Coach verweist zudem auf die defensive Stabilität seiner Mannschaft um Andi Hoti und darauf, dass man die Fehler der letzten Spiele analysiert habe.

Große Kulisse für beide Teams

Ein möglicher Punkt für die Stamm-Elf könnte der groß angekündigte Gästebesuch werden. Die Verlegung des Spiels vom kleineren Eilenriedestadion in die Heinz von Heiden Arena geht einher mit einem ausverkauften Gästeblock und bereits 10.000 verkauften Tickets, die wohl auch in die sächsische Landeshauptstadt geflossen sind.

Der Dynamo-Trainer betonte, dass dies natürlich eine entsprechende "Energie", aber auch eine "gewisse Verantwortung" mit sich bringe. Die genaue Anzahl der Fans, "ob es dann 8.000 oder 12.000 sind", sei zwar nicht entscheidend, aber von der Stimmung her könne es "ein Heimspiel werden". "Es macht einfach Bock, wenn die Hütte voll ist", führte er aus.

Personell kann Stamm fast aus dem Vollen schöpfen. Bis auf Paul Lehmann (Rückenprobleme) können alle Spieler auf dem neu erworbenen Trainingszentrum begrüßt werden. Das Spiel vor großer Kulisse um die Tabellenführung zu halten bleibt also spannend.

kon

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