Gazastreifen: Vereinte Nationen kooperieren nun doch mit Trumps neuem „Friedensrat“

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Nach anfänglicher Kritik kooperieren die Vereinten Nationen mit dem von US-Präsident Donald Trump ins Leben gerufenen „Friedensrat“ (Board of Peace). „Wir arbeiten aktiv mit den vom Board of Peace geschaffenen Strukturen zusammen“, sagte UN-Generalsekretär António Guterres dem Portal Politico.
Das Ziel des zwischenstaatlichen Gremiums, den Wiederaufbau des kriegszerstörten Gazastreifens voranzubringen, verdiene Unterstützung. „Alles andere ist jetzt ein persönliches Projekt von Präsident Trump, bei dem er die volle Kontrolle über alles hat.“

Noch vor einigen Wochen hatten UN-Experten die Aktivitäten des „Friedensrats“ kritisiert. Es handele sich um „ein illegales und illegitimes Manöver mächtiger Staaten, getrieben von Nostalgie und Habgier“. Das Vorgehen erinnere an die Zeit des Kolonialismus, so die Fachleute in Genf.

Der „Friedensrat“, zu dessen erster Sitzung im Februar Spitzenpolitiker aus mehreren Ländern in Washington zusammenkamen, ist international umstritten. Kritiker werfen US-Präsident Trump vor, ihn als Konkurrenz zur Arbeit der UN installiert zu haben. Staaten können Mitglied werden, wenn sie vom Vorsitzenden des „Friedensrates“, Trump selbst, eingeladen wurden. Deutschland lehnte bisher eine Vollmitgliedschaft ab, nahm jedoch mit Beobachterstatus an der ersten Sitzung teil.

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