Gazastreifen: Im Niemandsland von Gaza

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Wo stehen wir? Der Boden ist sandig, der Blick geht über Trümmerberge. Sie wirken wie eine natürliche Landschaft. Dass sie aus Gebäudeteilen bestehen, ist kaum noch zu erkennen, so klein sind die Betonbrocken. In der Umgebung ist nichts, an dem das Auge hängen bleiben könnte. Kein Platz, kein Minarett, kein Baum, an dem man sich orientieren könnte. Aber Google Maps zeigt den Standort an: Wir sind in Gaza-Stadt, mitten im Viertel Schudschaja.

Die israelische Armee hat am Montag eine Gruppe internationaler Journalisten in den Gazastreifen geführt, etwas mehr als ein Dutzend Reporter, darunter die Autorin der ZEIT, ein Team des amerikanischen Senders NBC und eine Influencerin aus Australien. Mit gepanzerten Humvees wurden wir hierhergefahren, an diesen einen Ortsteil östlich des Zentrums von Gaza-Stadt, etwa 10 Minuten hat die Fahrt durch das Grenztor zu Gaza hierher gedauert. Nur diesen Ort bekommen wir zu sehen. Er liegt in einem Teil des Gazastreifens, den die israelische Armee vollständig kontrolliert und den alle Palästinenser verlassen mussten.

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