Der späte Führungstreffer von Nathaniel Brown (84. Minute) hatte Frankfurt auf die Trendwende hoffen lassen. Doch Union kam durch einen Elfmeter von Leopold Querfeld (87.) zum verdienten Ausgleich. Vor dem Strafstoß sah Eintracht-Profi Oscar Höjlund die Gelb-Rote Karte wegen wiederholten Foulspiels.
Immerhin konnte der Spanier Riera die mit 46 Gegentoren schlechteste Abwehr der Liga etwas stabilisieren. Offensiv blieb das Team um Ex-Weltmeister Mario Götze aber erneut vieles schuldig. Zur Halbzeit hatte die Eintracht zwar 76 Prozent Ballbesitz, aber bloß einen Abschluss zustande gebracht. Die Berliner ließen die Gäste machen und kamen auf vier Torschüsse. Nach Abpfiff lautete das Torschussverhältnis 11:3 aus Union-Sicht.
Riera, 43, beerbte zu Wochenbeginn den geschassten Dino Toppmöller als Frankfurter Coach. Auf seiner Vorstellungs-Pressekonferenz mit besonderen Sprüchen für Aufsehen gesorgt und versucht, seine verunsicherten Spieler stark zu reden. »Vielleicht habe ich einen Zauberstab, aber glaubt mir, ich werde es schaffen«, hatte der Mallorquiner vor dem Spiel gesagt, und über seine neue Mannschaft: »Sie werden hier vom Balkon springen, wenn ich sage, sie sollen springen.«
Beim Spiel an der Alten Försterei war Riera am Seitenrand im langen dunklen Mantel sehr aktiv. Er klatschte bei gelungenen Aktionen und dirigierte viel mit seinen Armen. Man sah ihn auch am Rande seiner Coachingzone hocken.
Was man nicht sah: guten Frankfurter Fußball. In der 56. Minute vergab Höjlund die erste nennenswerte Chance der Gäste, schoss aber deutlich am Tor vorbei. Browns Treffer zum 1:0 war dafür sehenswert, er traf per Volley vom Strafraumrand. Die Freude der Eintracht über diese Führung dauerte aber nur drei Minuten.
In der Tabelle ist Frankfurt mit 28 Punkten vorerst Siebter. Union steht mit 25 Punkten auf dem neunten Platz.

vor 2 Stunden
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